Von Obstkontrollen und Kuhfladen
September 30, 2007
Nach der Landung ist es ein kurzer Weg durch den kleinen Flughafen. In den Gängen springen mir Hunden entgegen die auf Spielen aus sind. Ihre Spielpartner haben jedoch Uniformen und suchen nach berauschenden und illegalen Substanzen.
Große Warntafeln weisen immer wieder darauf hin das alle Tierischen und Pflanzlichen Produkte bzw. Gegenstände bei der Biokontrolle angegeben werden müssen sowie von evtl. Kontakt mit Tieren Auskunft gegeben werden soll.
Das ganze dient dem Schutz des Ökosystems auf der Insel, Neuseeland hat schon genug Probleme mit eingeschleppten Tierarten und Pflanzen. Ich fange also an zu überlegen und bekomm gleich ne kleine Liste zusammen. Da hab ich noch Schokolade, Chaitee, eine Bambusflöte, Räucherstäbchen – alles kein Problem. Kommen wir zu meinen Schuhen über die ich noch über Wendländische Kuhwiesen und auch durch den ein oder anderen Kuhfladen gelaufen bin. Da schaut der Mensch in Uniform noch mal genauer hin und schickt mich zur genaueren Biokontrolle. Die Schuhe dürfen so nicht ins Land. Hmm, muss ich jetzt auf Socken laufen, denke ich als der Mensch mit meinen Schuhen verschwindet – nicht wirklich – nach kurzer Zeit taucht er wieder mit meinen Frisch gewaschenen Boots auf und schickt mich zur bis dahin vierten und auch letzten X-Ray Kontrolle meiner Reise.
Raus aus dem Flughafen rein in die Sonne und frische kühle Luft strömt in meine Atemwege. Ich setze mich auf eine Bank und versuche den Geist zu sortieren – aber das wird wohl noch ein paar Tage dauern.
in 30 hours around the world
September 30, 2007
Abflug von Frankfurt/Main am frühen Mittwoch Abend (26.09) – eine schwarze Gewitterwolke zieht zum Abschied auf und hült den Flughafen in dichte Regenschwaden.
Dem Flugverkehr scheint das wenig anzuhaben und nach kurzer Zeit haben wir auch die Wolkendecke durchbrochen und Beschäftigung für den 11 Stundenflug nach Seoul ist angesagt.
Draußen gibt es nicht viel zu sehen zuviele Wolken auch auf dieser Höhe und mittlerweil ist es sehr dunkel. Verteib mir die zeit mit Musikhören, Lesen und Filmen in dem Sitzeigenen Boardcomputer. Am spannendsten an dem Computer find ich die Satellitenverfolgung der Flugroute.
Irgendwann klärt sich der Blick da draußen und ein Stundenlanger Flug über Rußland setzt ein, mir wird deutlich bewussr wie rießig dieses Land ist . es dauert ewig bis auf der Karte wieder eine andere Grenze auftaucht. Die Nacht bleibt kurz da wir Richtung Sonnenaufgang fliegen. Ein unglaubliches Sternenmeer ergießt sich über mir , der Mond hat seine ganze Fülle erreicht und beleuchtet die Wolkendecke unten.
Über der Mongolei setzen die Farben der Morgensonne ein und malen bunte Streifen an den Horizont. Im Flieger schläft der größte Teil, ich schau raus und lass die Gedanken in der weite verschwinden.
Nach einem bunten Farbenspiel malt die Sonne alles in weiß.
Die Mongolei bildet bizarre Strukturen am Boden unten, Graslandschaften und braune Gebirge … China ist weitestgehen wieder unter einer Wolkendecke versteckt und nach einem kurzen Flug über dem Meer taucht Südkorea mit seinem Inselflughafen Incheton auf wo ich die nächsten Stunden verbringen.
Wenig zu berichten von diesem Ort, draußen grau und Regen, drinnen grau und müde … probiere mich im schlafen auf einem Sofa das wie aus Alt-Ostberliner Zeiten aussieht und versuch die Stunden hinter mich zu bekommen. Essen war ein Versuch – ich probier mich an einem Koreanischen Gemüsesushi das voller Fleisch und undefninierbaren bunten Sachen ist. Bekomm das nicht so richtig runter und versuch mich wieder im Schlafen.
Auch hier baut sich wieder eine schwarze Wolkenfront vor dem Abflug auf. Schnell geht es in die Nacht und auch wieder ins Sternen- und Wolkenmeer. Der Mond ist diesmal auf meiner Fensterseite zu finden und strahlt nioch heller über das weiße Meer unter mir.
Ein Stern nach dem anderen blitz auf und legt einen dichten Teppich funkelnder Steine an den schwarzen Himmel. Der zweite Morgen aus dieser Höhe bietet ein noch größeres Farbenspiel das sich erst durch einen großen mir unbekannten Stern am Horizont ankündigt und nach und nach einen immer breiter werdenden Regenbogen aus Farben unter sich ausbreitet.

Ich schau mir das Morgenprogramm in der Weite über Stunden an und lasse den Süden langsam näher kommen. Weiter Pazifik und Wolkenmeer wechseln sich ab und irgendwann taucht die Nordinsel von Aotearoa aus dem glatten Meer auf.

Ein Drehung über der Stadt und Landeanflug auf dem kleinen Flughafen Aucklands.
Aotearoa
September 30, 2007
Angekommen in Aotearoa (Neuseeland in Maori) und ich lass mir noch mal die letzten Tage durch den Kopf gehen. Hab ja schon eine Weile keine Wohnung mehr und es sehr genossen zwischen den Orten hin und her zu pendeln. Berlin – Wendland und hier wie da an verschiedenen Plätzen.