Defend your Civil Rights

Oktober 31, 2007

DefendYourCivilRightsDemo

Letzten Samstag wurde der Global Day of Action ausgerufen. Neuseelandweit und in vielen weiteren Laender (Australien, Irland, USA …) gingen Menschen unter dem Motto „Defend your Civil Rights“ auf die Strasse.
In Auckland versammelten sich etwa 700 Menschen um gegen den TSA und den Angriff auf die Grundrechte zu demonstrieren. Darunter Politische und Umweltaktivisten, Anarchisten, Anwaelte , Maoris, Gewerkschafter und viele mehr.

Maori Aktivists
Das Wetter hatte schon viel Sommerliches an sich und die bunte Menge schob sich durch die Wolkenkratzer der Innenstadt. Am beeindruckensten fand ich die Taenze der Maoris. In dem Ausdruck der Gesaenge und Taenze ist viel Respekt und Willenskraft.

Drums FreedomFighter

Am Abend hatte wir dann Manu Chao Konzert auf der Leinwand bei uns im Center. Wurde eine lange und spannende Nacht, einige der Maoris von der Nachmittagsdemo haben vorbeigeschaut und es war ein Austausch der besonderen Art.

Zwei Wochen ist es nun her das auch Neuseeland sich aktiv einem Thema zugewendet hat das weltweit schon in vielen Laendern aktuell ist und damit Fragen aufgeworfen hat die es Gesellschaftlich zu diskutieren gilt.
Es geht mal wieder um den nicht naeher definierten Begriff ‘Terror’, die Gesetze und Moeglichkeiten die damit verbunden sind und den Gesellschaftlichen Wandel.

Am Morgen des 15.Oktober gab es Hausdurchsuchungen im ganzen Land. Ziel waren Privatwohnungen von Aktivisten der Maori-Bewegung, Politische und Umweltaktivisten sowie Social Center. Involviert waren 300 Polizisten, es gab 17 Festnahmen und ca. 60 Verhoere. In den Folgetagen gab es weitere Hausdurchsuchungen und Verhoere.
Als Grundlage dient der 2002 verabschiedete Terrorist Suppressions Act (aehnlich 129a Deutschland).

Die Geschichte ist noch sehr jung aber einiges erinnert mich an die bundesweiten Durchsuchungen im Vorfeld zum G8 oder den Umgang mit vermeintlichen mg Mitgliedern in den letzten Monaten.

Fragen sind aehnliche, Anwendung von Terrorist Gesetzen gegenueber Regierungskritischen Strukturen, Terrorhysterie als Grundlage fuer die Einfuehrung neuer Moeglichkeiten fuer Polizei und Geheimdienste, Einschraenkung von Zivilen Grundrechten zum vermeintlichen Schutz der Allgemeinheit.

Weitere Infos zu den aktuellen Vorkommnissen :
www.scoop.co.nz
www.indymedia.org.nz
www.civilrightsdefence.org.nz

Mittlerweile hat sich eine Gruppe gebildet ‘Civil Rights Defence’ und erste Proteste, Vortraege und Infoveranstaltungen wurden organisiert.

- Their rights today, our rights tomorrow -

Be the change Campaign

Oktober 31, 2007

Am letzten Freitag war Start fuer die ‘Be the Change’ – Kampagne fuer die jetzt wochenlang Vorbereitungen getroffen wurden. Die Kampagne ist eine Zusammenarbeit von Greenpeace, Oxfam und Forest & Bird.
Ziel ist es ein Bewusstsein fuer den Klimawandel zu schaffen und praktische Tips zu geben wie jeder von uns selber einen Beitrag leisten kann.
Zu diesem Zweck wurde ein Bus angeschafft, umgebaut, angemalt und mit Material ausgestattet. Der Bus lauft mit Bio-Sprit, Energie die fuer Computer und Technik benoetigt wird kommt von einer Solaranlage.
In den naechsten 5 Wochen wird der Bus von Sueden bis Norden einmal das Land durchqueren und dabei Schulen und oeffentliche Plaetze anfahren. Es werden Vortraege gehalten, eine Ausstellung gezeigt und praktische Aktionen wie das tauschen von Gluebirnen gegen Energiesparlampen durchgefuehrt.

Mehr Infos dazu :
www.bethechange.org.nz

bethechangebus

Bus back

Social Center in Bewegung

Oktober 31, 2007

Viel hat sich getan in den letzten zwei Wochen bei uns im Social Center. Mit der Hilfe von vielen Freunden habe wir uns daran gemacht das Haus von seinen Altlasten zu befreien.
Zwei volle Bulliladungen an Moebeln und Muell haben wir aussortiert. Die Waende neu gestrichen, neue (alte) Sofas organisiert. Mit Hilfe von indymedia konnten wir uns einen Beamer kaufen und haben jetzt die Moeglichkeit Filmabende auf grosser Leinwand zu veranstalten.
Ab naechste Woche haben wir dann auch Telefon und Internetanschluss und werden dann eine Ecke einrichten mit Computer zur freien Verwenung und Recherche. Weiter ist geplannt in der naechsten Zeit eine Webseite fuer das Social Center Online zu stellen.
Wir bekommen jetzt einmal woechentlich Vegie-Boxes mit Gemuese, Obst und Aufstrich von lokalen Haendler und ich werd einmal woechentlich ein Curry kochen.

gruenesland
Etwas treibt mich schon seit meiner Ankunft in Auckland, verfolgt mich in den Traumen und klingt wie ein Ruf der mich lockt die Stadt zu verlassen … ein Ruf aus den Bergen und den Hoehen wo Mordor seinen Ursprung hat … Die Tage in Elronds Haus brachten viele Nachrichten aus den umliegenden Regionen, Orks haben sich aufgemacht die friedlebenden Voelker unter ihre Kontrolle zu bringen, aber das ist eine andere Geschichte …
Ich muss in die Berge um die Ruhe mit neuer Energie zu versorgen und zu mir selber zu kommen … der Zufall gibt mir ein Fahrzeug um die Reise durch das Land anzutreten …

Ich brauch ein bischen um mich zu loesen, wie es so Ballungsraume so an sich haben und dann bin ich auf dem Weg, raus aus den letzten Siedlungen und rein in die verschlungenen Pfade ueber die Huegel des Nordlandes … Ich fahre lange ueber die flachen Gegenden und um mich herum heben sich die ersten kleinen Bergansammlungen am Horizont auf …

Die meisten Staedte und Doerfer haben wahrlich nichts anziehendes in diesem Land dafuer sind die Regionen dazwischen umso beeindruckender … ich komme in die ersten bergigen Bezirke und mache an jeder Station halt an der sich mir ein Ausblick ueber die Landschaft bietet, folge irgendwann einem Schild das mir interessant erscheint und parke das Auto am Strassenrand um ein wenig umher zu laufen … ein guter Ort fuer den ersten Walk … ein kleiner Pfad fuehrt in ein Waldstueck hinein und nach kurzer Zeit habe ich einen weiten Blick ueber ein Tal durch das sich hellblau-gruen schillernd der Waikato River schlaengelt.
Ein paar Kilometer folge ich dem Flusslauf entlang auf einem schmalen Weg der sich an den Haengen auf und ab zieht. Vorbei an Stromschnellen, einem Wasserfall durch Dickicht voll Pflanzen die mir groesstenteils unbekannt sind und immer lauschend den unbekannten Vogelgerauschen in den Aesten ueber mir.

waikatoriver

Aufgewaermt durch die starke Sonne treibt es mich weiter Richtung Sueden durch immer mehr Huegel und Berge.
Irgendwann geht es Abwaerts auf eine riesige Wasserflaeche zu, der Taupo Lake einer der groessten Seen in Neuseeland erstreckt sich bis an den Horizont. Der Wind peitscht schaumende Wellen auf und ein brausen liegt in der Luft als ich einen Halt mache um die frische Luft in mich einzusaugen. Am Horizont brechen durch die schwarzen Wolkenfronten die Siluetten der Gebirge im Tongariro National Park (besser bekannt als Mordor) Schleier aus fallenden Regen malen Vorhaenge hinter die durch die Sonne schillernde Wasseroberflaeche – wie ein hell lechtendes Band zieht sich dieses Lichtspiel zwischen die schaumenden Wellen und dunklen Wolken.
Als ich wieder zum Auto zurueck kehre steht mir ein zitternder Hund gegenueber, mit seinem grossen Kopf und abgemagert sieht er Golumn ein wenig aehnlich.
Lange muss ich nicht ueberlegen wie ein Hund auf einen Rastplatz so weit ab vom naechsten Dorf gelangt. Ich ueberlege was ich ihm geben kann – da ich gar kein Fleisch mehr esse sieht es schwer aus mit Fett – innerhalb weniger Minuten hat er fast einen ganzen Leib von dem Knautschbrot hinunter geschlungen das hier unter dem Begriff Koernerbrot verkauft wird. Einem Camenbert als Fettgrundlage gibt’s noch obendrauf, das war mein Abendbrot mehr hab auch ich nicht dabei. Die bitte in seinen Augen ist so gross das ich mich entschliesse ihn bis zur naechsten Siedlung mitzunehmen, mehr kann ich nicht fuer ihn tun. Zumindest hat er hier die Chance ein neues Zuhause zu finden, mit seinen Augen duerfte ihm das nicht schwerfallen.

Die Strasse folgt Serpentinen direkt am See entlang, enge Kurven und weite Blicke ubers Wasser. Doch lange haelt der Blick nicht an, ich fahre mitten in die Wolkenfront hinein und mich umgibt nur noch grau und spruehender Dunst. Einzig an der steiler werdenden Strasse erkenne ich das in die Hoehen geht. Irgendwann bleib ich etwas deprimiert am Strassenrand stehen, wahrlich kein Wetter fuer den Tongariro Cross den ich mir fuer den naechsten Morgen vorgenommen habe. Ein Walk durch Kraterlandschaften, aktive Vulkane, Felsige Gebirge, Seen mit schillernder gruener und blauer Farbe sollen mich dort erwarten und so mancher hat mir vorher begeistert von der einzigartigen Landschaft berichtet. Jetzt seh ich noch nicht einmal die maechtigen Berge die ganz in meiner Naehe sind. Ich verliere nicht ganz den Optimismus und entscheide mich die Nacht an einem guten Platz in den Bergen abzuwarten mit der Hoffnung das der Morgen Sonne bringt.
Ich fahre an den Rand des Gebirges, wo ich auch die Grenze der Wolken erreiche und finde eine Stelle wo ich ueber das flache Vorland und den riesigen Taupo Lake schauen kann. Fast hyptnotisiert von dem Anblick verweile ich noch Stunden in den Gedanken, beobachte das Spiel aus Wolken, See, Inseln, Bergen und dem weniger werdenden Licht.

taupolake
Zum ersten mal geht der Sternenhimmel der suedlichen Hemissphaere ueber mir auf und in Gedanken reise ich durch die vielen neuen Sternbilder die ueber mir am Himmel erwachen.
Ein tiefer Schlaf bringt mich durch die Nacht und ein leichtes tropfeln auf dem Autodach weckt mich am morgen aus den Traumen. Mein erster Blick schweift ueber den See und dann bricht auch schon die Sonne vom Horizont auf um dem Wasser seinen Morgenglanz zu geben.
Hinter mir im Gebirge haengen noch immer die dunklen Wolken doch wie um mich milde zu stimmen zieht sich ein grosser kraeftiger Regenbogen ueber den dunklen Hintergrund.

morning
morning2

Ich hab die Hoffnung vielleicht die Regendecke doch noch durchbrechen zu koennen und folge wieder der Strasse durch den Nationalpark – erneut verschluckt mich das grau das diesmal wenigstens ab und zu von der Sonne durchbrochen wird. Trotz allem scheint es mir zu zu riskant bei diesem Wetter auf 2000 m in die Berge zu wandern. Ich gebe mich der Natur und den Bergen gegenueber geschlagen, aber nicht ohne mir das versprechen zu geben bald wiederzukommen.
Auf gen Norden wo ich am morgen schon das gruene leuchten der Grasshuegel gesehen habe und wo die Sonne mehr zu sagen hat als die Wolkenwaende.
Die naechsten hundert Kilometer Fahrt entschaedigen mich fuer den verpatzten Bergwalk. Was wie ein Flug kommt mir die Fahrt durch die Grasshuegel vor, weiß gepunktet durch die zotteligen Schaafe die mittlerweile in alle Richtungen zu sehen sind. Hier scheint das Land der Hobbinge zu sein. Malerrisch fast zu perfekt erstreckt sich die Landschaft um mich herum. Ich laufe ein paar Stunden die Huegel auf und ab, setzte mich keuchend neben ein paar Schaafe und geniesse die waerme auf der Haut.

gruen

Wenn es schon nicht die Berge sind dann auf zum Meer denke ich und schlage den Weg Richtung Kueste ein. Mehr als zwei Jahre ist es wohl her das ich an einer Kueste sein konnte (die halbe Stunde Ostsee im Juni Unterschlag ich jetzt mal) und erst am Strand selber realisiere ich welch unglaubliche Kraft und magische Seele von den weiten des Wassers ausgehen. Ein kleiner Kuestenort, das bisher schoenste Dorf das ich gesehen habe, ein steiler Weg abwaerts, durch zwei Huegel durch und stuermische Luft, salziger Wind schlaegt mir entgegen. Die Wellen sind gigantisch und uebertreffen alles was ich bisher an Wassergewalt gesehen habe. Meterhoch Tuermen sich die Wasserberge vor der Kueste und weiss schaumend brandet das Nass uber die weiten Flaechen des Strandes.
Die Kueste entlang ziehen sich hohe Klippen, absolute Einsamkeit und leere, ein unglaublich schoner Kuestenstrich und kein Mensch zu sehen.
Nur hin und wieder ein paar Sandcruiser die den Strand entlang in der ferne verschwinden. Ich laufe eine Ewigkeit immer weiter und werd fast trunken durch den Anblick und die Luft.

meer
Seeanemonen vom Sturm angespuellt liegen mir zu Fuessen und es ist fuer mich wie ein Blick in eine andere unbekannte Welt – fuer sie bedeutet es das Ende. Sie recken sich noch und die Muschelkoepfe gehen auf und zu, in der Erwartung erneut vom Wasser umspuellt zu werden.

anemonen
Ans Badengehen ist ueberhaupt nicht zu denken – jede Welle die sich vor meinen Augen bricht fordert ihren Respekt ein und warnt geradezu davor mich in ihre Naehe zu begeben.
Ein weiteres mal gebe ich mich geschlagen ob der Naturgewalt, klettere auf die Klippen und lasse das Abendlicht ueber dem Meer versinken.

seasun
Aber auch das Meer wird mich nicht zum letzten mal gesehen haben.
Ich finde wieder einen Platz mit Ausblick, diesmal auf das schaumende Meer – Rolle mich in den Schlafsack und versinke in den Trauemen.
Die Berge, das Meer, die gruenen Huegel, was mehr kann ich in meinem Rausch nach Natur noch entdecken.
Ich mache mich auf zum aeltesten Lebewesen des Landes. Zu den Uhrriesen dieser Insel, den Ents in den Waeldern. Tane Mahuta – The Lord of the trees. Giganten im gruenen Dschungel des Nordlandes. Gruene Berghaenge ziehen sich an der Kueste entlang ehe ich in das Reich der Kauri Trees eintauche. Die Strasse versinkt in einem Schlauch der sich durch den Dschungel einen Weg bahnt und dem aeltesten dieser Baumriesen gilt mein erstes Ziel.

tanemahuta
Tane Mahuta – ca. 2000 Jahre alt, der Stammumfang am Boden misst 17 Meter, 58 Meter reckt sich der Kolos in die Hoehe. Fuer die Maoris die Wurzel des Lebens von dem alles abstammt.
Schon der Pfad zum Lord of the trees gibt mir unzaehlige neue Bilder im Dickicht. Ein Wald der einem Dschungel naeher ist, mehr als 300 verschiedene Arten von Baumen und Farnen sind in den tiefen zu entdecken. Meine Blicke erhaschen nur eine Ahnung davon und sind vom Reichtum gaenzlich ueberflutet. Die ersten Waechter der Baumriesen sind schon beeindruckend, Tane Mahuta selber fordert durch seinen Anblick Achtung und Wuerde ein.
Diesmal ist es keine Naturgewalt die mich fast erstarren laesst, es ist die Achtung vor der Magie und Vielfalt des Lebens.
So maechtig diese Riesen anmuten so gefaehrdet ist doch ihre Existenz, es gilt den Pfad nicht zu verlassen – die Kauris spannen ein Netz aus duennen Wurzeln dicht unter der Oberflaeche des Waldbodens und wenn zu viele Menschen darueber laufen droht das Zusammenzubrechen ihrer Wasserversorgung und ein Riese stirbt.

forest
Stunden verbringe ich in dem Wald, wieder ganz Einsam mit mir und der Natur um mich herum, erfuellt von der Vielfalt der Eindruecke.
Nach einer Stunde Lauf in den Wald komme ich in der Katedrahle an – einer Ansammlung von sieben Kauris in einer Senke. Ich setzte mich auf ein Plateuo zu ihren Fuessen, spiele auf der Floete die mir mein Vater mit auf die Reise gegeben hat und lauschen den Gerauschen des Waldes.

kauris
Von hier an geht es wieder zurueck. Ein langer Weg den ich geniesse mit mir und der Musik. Zureuck in Auckland und wieder meinen Aufgaben zugewand. Die Vielfaelltigkeit der Tage waren ein richtiger Start in die Schoenheit dieses Landes, auf meinen naechsten Ausfluegen werd ich mir mehr Zeit nehmen um einen Ort mit seinen Details erkunden.

Blog Action Day Thema

Oktober 15, 2007

Im Zusammenhang mit Climate Change ist das grosse Stichwort C02 als eines der wichtigsten Treibhausgase (es gibt noch einige andere) die einen Beitrag zur Erderwaermung leisten.
Jeder von uns ist verantwortlich fuer Emissionen die in die Erdanthmossphaere gelangen. Es ist gut sich vor Augen zu fuehren was das im praktischen Sinne heisst.
Darum hier der Hinweis fuer den C02 Rechner von Greenpeace :
www.greenpeace.de

Auf der Rechten Seite findet ihr einen Banner ‘C02 Rechner’ , nehmt euch 15 Minuten Zeit das einmal durchzuspielen. Als Resultat gibt es eine ungefaehre Berechnung der eigenen C02 Last verglichen mit dem theoretischen maximum pro Person das erreicht werden sollte um die Erderwaermung in den naechsten Jahren unter 2 Grad zu halten. (siehe UN Climate Change Paper)

weitere Links:
praktische Tips zum eigenen Handeln

http://www.greenpeace.de/themen/klima/klimawandel_aufhalten/

und die Green-your-Life Seite von Greenpeace NZ

http://www.greenpeace.org/new-zealand/take-action/green-your-life

Blog Action Day

Oktober 15, 2007

Heute ist internationaler Blog-Action-Day.
Dabei handelt es sich um eine Kampagne von Bloggern weltweit die es sich als gemeisammes Ziel gesetzt haben alle am heutigen Tag Post ueber Umweltbezogene Themen zu veroeffentlichen. Ziel ist es den Menschen die notwendigkeit der Auseinanderseztung mit unserer Umwelt und dem Climate Change naeher zu bringen und mehr Menschen dazu anzuhalten bewusster zu Leben und einen Beitrag zur Vermeidung bzw. Reduzierung der vermuteten Auswirkungen zu leisten.

Dieser Planet atmet, helfen wir ihm das er nicht erstickt!

Anzahl teilnehmender Blogs : 14555
vermutete Anzahl Leser : 12.131.800
more Infos : http://blogactionday.org/

Ein weiteres Wochenende in Auckland , diesmal mit viel Musik und neuen Ideen. Am Freitag war Konzert bei uns im Wohnzimmer angesagt , eine Hardcore Band aus Australien und zwei lokale Punkrockbands. Es geht erstaunlich friedlich zu einzige die Musik vermag es die Leute zum ausflippen zu bringen .
Die Musiker sind ein freundlicher Haufen und ich unterhalte mich lange einer Maori Frau die ein Anarcho Social Center in Sydney mit aufgebaut hat. Es ist spannend die Sicht anderer Menschen auf die Bewegungen in Europa und speziell Deutschland zu hoeren. Wir neigen wohl alle immer dazu dem weit entfernten mehr Achtung als de eigenen Strukturen zu geben. Vielleicht auch weil die Sicht auf das neue unbefangener und positiver ist als die Kritik durchsetzten eigenen Strukturen.
Der grosse Respekt gillt natuerlich in erster Linien der quantitiven Groesse der Strukturen in Europa, qualitative Bewertungen sind weit schwerer zu treffen.
Was mir besonders aufaellt ist das grosse Interesse der Anarcho Punks an Umweltbezogenen Themen wie Climate Change und Erhaltung von Ozeanen und Natur.

Einen Teil der Nacht entfliehe ich dem Laerm und der Bewegung im Haus und wander auf den Mt. Eden bei Nacht. Der Blick ueber Auckland ist ein grosser Lichterteppich der sich in alle Richtungen erstreckt. Gesellschaft habe ich auch da oben in Gestalt von ca. 20 Kuehen die mit einem regelmaessigen Gerausch das Grass zu ihren Fuessen auf gleichmaessige Laenge stutzen.
Nur der Wind steuert noch etwas zur Gerauschkulisse bei, die Stadt liegt erstaunlich friedlich zu den Fuessen des alten Vulkans.
Das Bild der Kuehe vor diesem Lichtermeer hat etwas skurriles und ich frage mich was die wohl ueber den Anblick von ihrer Grasswiese aus denken moegen. Wahrscheinlich sind sie nichts andere Gewohnt, eine Alpenkuh wuerde da wohl etwas verdutzter schauen.

Einen weiteren Tag spenden wir dem aufraumen des Social Centers, dem besorgen von Sofas und dem herrichten der Buecherei. Der Raum wird immer gemuetlicher.
Abhaengen im Wohnzimmer, Buecher lesen, ein bischen diskutieren ueber Theorien dieser Welt, Tischtennisspielen und dem prasseln des Regens auf unserem Wellkunstoffdach lauschen. Der Regen schlaegt gegen die Fenster als waeren wir auf hoher See.

Irgendwann kommt dann der Energieschub und wir brechen auf zur Gipsy Fever Night, ein kleiner gemuetlicher Jazzkeller der uns verschluckt und dem Trubel auf den Strassen entrinnen laesst. Balkan, Gipsy und Latino Sounds vollbringen eine warme Stimmung.
Ich treffe einen Typen aus Christchurch der mir eine erste Einweisung in die New Zealand Drum & Bass Szene gibt und und mir das ein oder andere Festival fuer die naechsten Monate vorschlaegt.
Dann steht irgendwann ein etwas skurril aussehender Haufen an Musiker auf der Buehne und spielt Folkbalkan Musik die den Raum in Bewegung bringt. Es geht um Musik, Leben und langen Naechten in Jazzkneipen unterstrichen durch den ein oder anderen Brecht Text auf Englisch uebersetzt.
Die zweite Band hebt dann auch den letzte aus seiner Sitzgelegenheit auf und vollzieht mit ihrer Musik einen grandiosen Athmosphaerenbogen und hat eine schoene Mischung an Instrumenten. Klarinette, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Querfloete und Quetsche – mehr als noetig ist fuer grandiose Balkanmusik.

Der Sonntag hat die Zeit verloren und wir liegen Kreutz und Quer auf den Sofas und leben in den Tag hinein. Jeder steht mal auf und uebt sich in der ein oder anderen Aktivitaet. Kaffe machen, Chai kochen, Bibliothek aufraeumen, Plakate malen. Ich geh irgendwann in die Kueche und kochen fuer alle ein grosses Curry.
Der Regen wechselt sich mit der Sonne ab und der Tag verstreicht in der Raumzeit.

Rainbow Warrior

Oktober 10, 2007

Ein kleiner Besuch am Hafen an dem Platz wo fuer gewoehnlich die Rainbow Warrior II  liegt und in den 80er die Rainbow Warriot I von den Franzosen versenkt wurde.

Alles sehr unspektakulaer der Hafen laed nicht wirklich zum langen verweilen ein und ich wander wieder die Huegel entlang der dicht befahrenen Strassen rauf.

harbour

Regenvielfalt

Oktober 10, 2007

hat schon etwas verwunderliches das Wetter auf so einer Insel mitten im Pazifik … mal scheint die Sonne mit voller KRaft und waerme im naechsten Moment huellt eine dunkle Wolkenfront den Himmel in Nebel.

Der Regen faellt auch immer anders , was mich an den Part in Per Anhalter durch die Galaxies erinnert in dem es um die vielen Sorten von Regen geht.

Als hier gab es schon einige der Varianten , besonders der mit den dicken Tropfen die einem auf der Stirn zerklatschen wie Wasserbomben und heute ganz besonders ein zarter Vorhang von weissem Schleier der sich erst ueber die Stadt leg und auch die Spitze des Mt. Eden im Nebel verschwinden laesst und dann zarte Regenschwaden durch die Strassen schweben laesst.

Weich und warm das es fast angenehm ist hindurch zu laufen.

Das aufbrechen der Wolken laesst bestimmt auch nicht mehr lange auf sich warten auch wenn es jetzt dunkel wird. Mal schauen was der naechste morgen bringt.

Inside a space inside

Oktober 10, 2007

zine

In meinem Raum fuehl ich mich so langsam ganz wohl , bischen Farbe an die Waende, eine Matratze, einen Sessel und nen kleinen Tisch mehr brauch ich nicht … ansonsten belager ich oft die Kueche und mach Currys oder verbring die Regenstunden auf dem Sofas im ‘Wohnzimmer’ das gleichzeitig auch Buecherei, Tischtennis-, Computerraum, Fahradwerkstatt und Konzertsaal ist.

aspaceinside

library

anarchistcookbook

Zu den Mitbewohner gibt es viele spannende Geschichten zu erzaehlen aber ein paar kurze worte sollen hier erst mal reichen …NONAME ist fuer ein paar Jahre hier hat fuer Greenpeace schon in Australien gearbeitet und ist hier jetzt Campaign Manager fuer GP, Musiker, Activist … NONAME lebt auch fuer ein paar Jahre hier hat fuer Oxfam gearbeitet und ist Editor fuer Indymedia NZ, NONAME ist eigentlich Neuseelaender und schreibt fuer Indymedia NZ, studiert Geschichte.

Alles was sie an Erfahrung und Lebensfreude mitbringen fliesst ein in das Projekt und laesst den Platz zu einer guten Anlaufstelle werden.

Auckland und das drumherum

Oktober 8, 2007

Aus der Stadt bin ich bisher nicht rausgekommen, das werd ich sobald wie moeglich nachholen auch wenn es nciht grad einfach ist … werd versuchen bald ein Auto zu haben um die Wochenende ein bischen rumzufahren … Irgendwie merk ich aber auch das ich grad nicht in erster Linie fuer Ausfluege hier bin sondern es auch erst mal geniessen kann die vielen Menschen zu treffen, Teil zu haben am Aufbau des Social Centers und damit auch mir einen neuen Raum zu eroeffnen …

Auckland selber ist nicht grade schoen, eigentlich sogar ziemlich haesslich … aber es gibt ein paar sehr schoene parks in dehnen man sich bei Sonne ablegen kann …

Ansonsten hab ich ein bischen die Plattenlaeden erkundet und die ersten Ideen fuer Musikveranstaltungen gesammelt.

Es tut sich was und es ist spannend diesen neuen Raum zu entdecken und mit aufzubauen.

 

A space inside

Oktober 8, 2007

… da bin ich nun gelandet und hab einen Raum gefunden in dem ich glaube eine gute Zeit haben zu koennen in den naechsten Monaten.

A space inside existiert erst seit ein paar Monaten und ist ein Anarchist Social Center das Raum schaffen will fuer Menschen in Auckland und politische Bewegungen in Neuseeland.

Ein Projekt dieser Art ist neu in Auckland und die vielen jungen Leute sind hochmotiviert Aktionen zu machen, Raume zu schaffen, ueber Themen zu redden, neue Struktutren zu etablieren, Kritisch zu hinterfragen …

Das Social Center selber besteht aus einem Raum fuer Treffen und Veranstaltungen, einer Bibliothek mit linken Buechern (Anarchistischen Theorien, Philosophen, Buecher der Politik und Sozuialwissenschaften), einer Tischtennisplatte, einer Fahrradwerkstatt, einem Computerplatz und einem Haufen gutter Menschen. An den Wochenenden sind hin und wieder Konzerte und in der Woche Videoabende, Diskussionsrunden, gemeinsames Kochen …

Ich wohn dort mit fuenf anderen Leuten, ein Kanadier, ein Ire, ein Grieche und zwei Neuseelaender. Etwas los ist dort eingentlich die ganze Zeit, es kommt immer mal jemand vorbei um ein paar kurze Gespraeche zu fuehren oder eine Idee umzusetzten.

Webseite :

http://aspaceinside.googlepages.com/

Anfang bei Greenpeace

Oktober 8, 2007

Als erstes mal ein kleiner Rundgang , ist viel groesser das Office als ich dachte, vielleicht 30 Leute die dort arbeiten + die Teams die im Land unterwegs sind. Ich vergesse gleich wieder alle Namen aber das ist auch nicht verwunderlich.

Dann noch die Halle mit den Sachen fuer die Aktionen, ist der spannendste Ort auch wenn ich wohl nicht viel damit zu tun haben werde.

Die Gesichter in den Bueros sind endlich von der Art wie ich sie noch nicht auf den Strassen gesehen habe und mich aber um so mehr an Bewegung und andere Lebensweise erinnern.

Ein kurzer Blick in das Videoarchiv, 30 Jahre Greenpeace Videos stappeln sich die Wand hoch, fein säuberlich sortiert und beschriftet nach Kampagnen und Themen.

Das meiste davon ist noch nicht digitalisiert und es sieht nach einer sehr Zeitaufwengigen Arbeit aus. Dann das Buero in dem ich wohl arbeiten werde, ist klein und wir sitzen zu fuenft drin, eine weitere Praktikantin aus Muenster faengt gleichzeitig mit mir an und dann sind da noch drei Leute von Greenpeace New Zealand.

Viel mehr ist an dem Tag nicht zu tun da ich erst am naechsten Tag das Meeting habe fuer meine Projektbesprechung. Ich nutze die Zeit um noch ein paar Sachen fuer die Uni zu machen und schau mir den Nachmittag Greenpeace Videos an.

Das Wetter schlaegt schnell um, ploetzlich regnet es wie aus ziemlich heftig und der Sturm peitscht die Pflanzen vorm gegen das Fenster vor mir. Geht immer sehr schnell hier, in einem Moment klarer Sonnenschein und dann Regen und schwarze Wolken.

Irgendwann steht ploetzlich ein Typ neben mir und fragt ‘You are looking for a room?’, cool denke ich das ist der Link auf den ich gewartet habe.

Er fuegt noch etwas Vorwarnend hinzu ‘You have to look, it is a kind of special’ und wir verabreden uns fuer den Abend um die ‘Wohnung’ anzuschauen.

Sonntag

Oktober 5, 2007

Am naechsten Tag stelle ich meine Wohnungssuchbemuehungen ganz ein und entscheide mich dazu abzuwarten was passiert, ich find mein Vertrauen wieder das mit Geduld der richtige Link schon kommen wird.

Stattdessen geniesse ich die Sonne, lasse wieder Curryduft aufsteigen, fange an zu schreiben und mache es mir am regnerrischen Abend im Wohnzimmer gemuetlich. 

Ein bischen Aufregung kommt doch auf als der Morgen naeher rueckt um im Greenpeace Office aufzutauchen.

Mit der Zeit komm ich langsam besser klar, die Zeitumstellung hier auf Sommerzeit ist mir dabei auch noch ein Stueck entgegen gekommen, aus dem Bett falle ich trotz allem um halb sieben und hab genug Zeit um den Morgen zu geniessen ehe ich Richtung Greenpeace laufe.

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