beach

Das grau der letzten Tage verschwindet, die Gemueter wachen wieder auf und Bewegung und Lebensfreude regt sich in den Menschen. Die politische Welt hat in der letzten Zeit eine grosse Rolle im Handeln gespielt und die Stadt engt auf Dauer ein.
Die verhafteten Aktivisten sind alle wieder frei und eine Regierung muss sich eingestehen das die Hysterie nicht gestuetzt von Beweisen war die die Handlungen der letzten Wochen rechtfertigen koennten.
Wir feiern den Frieden im Moment und nehmen uns ein paar Tage Auszeit von der Auseinandersetzung mit Gesellschaftlichen Brennpunkten.
Wie fuehlt sich Freiheit an … eine Reise in eine Welt die es atem- und fuehlbar macht.
Ein Auto voll junger Menschen mit Durst nach Weite und Ruhe fuer die Seele, ein paar Fruchtsaefte, Nuesse, Bier, Handtuecher und Natural Mystic als Musik fuer die Autofahrt.
Die Strassen und das grau der Stadt ziehen sich noch eine weile hin ehe wir die ersten verschlungenen Wege des Waiteke Ranges erreichen und uns ein bischen verfahren in den Bergen die auf dem Weg zum Meer zu ueberwinden sind.
Piha ist unser Ziel ein Strand an der Tasmanien Sea an der Westkueste von Aotearoa. Sonne und blauer Himmel weisen den Weg zum Meer und nach einigen Serpentinkurvereien taucht die Bucht von Piha vor uns auf. Der Lions Rock erhebt sich majestaetisch im Zentrum des Strandes, das Meer laed mit weiten Wellenlaufen zum bleiben ein (diesmal kein ganz respektvolles Gebrause), die Huegel herum sind mit dschungelartigem Wald bewachsen.

lionsrock
Die Fuesse entspannen schnell auf dem weichen Untergrund und ich nutze gleich den Moment um den Kopf in das kalte salzige Wasser zu stecken.

Der Sand ist fast schwarz und brennt unter den Fuessen das es kaum moeglich ist gemuetlich umherzulaufen. Tiefes einatmen der intensiven Luft, ein Bad in der Sonne und ganz viel Ruhe im Sein. Dann ein Spiel mit den Wellen die es zwar Zulassen das wir einige Zeit mit ihnen in Strandnaehe spielen aber der Sog am Untergrund macht Unmissverstaendlich klar das diese Meer keine weiten Schwimmer zulaesst. Das Wasser geht bis zum Bauchnabel die Wellen brechen einen Meter ueber uns ihre Krone.

pihabeach

Rauf auf den Lions-Rock ein weiterer Ort der von einer langen Geschichte Maori Kultur zu erzaehlen hat, wie viele Fischer hier ihr Heim gefunden, ihre Nahrung gefangen, ihre Kultur gelebt und auch ihren Frieden gefunden haben. Wie viele vertrieben wurden aus dem Land das ihres war, wie viele an den Haengen vom Meer verschluckt wurden. Ein jeder wird den Blick ueber die Bucht und auf das offene Meer auf sich hat wirken lassen.

Ich fuehl mich wieder wie berauscht und spuere die tiefe und weite des Ortes an dem wir uns befinden die guten Menschen mit dehnen ich unterwegs bin tuen ihr uebriges.

Die Wege sind nur kurze in Aotearoa so machen wir uns auf in den tiefen Wald den Flusslauf entlang. Der Weg schlaengelt sich auf und ab durch verwachsene Baume die ich alle nicht kenne, Palmen, Farne und ein breite Vielfalt an Leben das mir ebenfalls unbekannt ist.

Mir ist als betrete ich mit jedem Schritt den ich hier tue eine neue Welt, auch das gilt wohl nicht nur fuer die Landschaft.

dschungelfluss

Der Flusslauf zieht sich wie gemalt durch das Unterholz, kleine Stroemungen, Moose und Farne und immer wieder Sonnenstrahlen die durch die Aeste ueber uns brechen und dem Wald eine Magie verleihen wie ich sie mir vielleicht beim lesen vom kleinen Hobbit vorgestellt habe als die Zwergentruppe mit dem Hobbit den tiefen Wald durchquert.

Es ist eine atemberaubende Vielfalt und fuelle von Pflanze, Erinnerungen an die besuche mit meinem Grossvater im Tropenhaus tauchen in mir auf, hier ist die Luft nicht tropisch dafuer koennen wir endlos laufen und die Bilder sind immer wieder neue. Ich atme tief ein, fuehle die frische, den Duft von Moos und Blueten, lausche dem plaetschern des kleinen Baches und den Voegeln ueber uns.

Nach einer weile geht es aufwaerts und raus ueber die Kronen wo sich ein Blick ueber den Dschungel auftut. Von hier ist zu erkennen das der Flusslauf das Leben Vielfältiger gestaltet und weiter weg die Vielfalt abnimmt und beständigere Pflanzen ihren Raum erobern.

Weit und breit kein Gebaude oder andere Menschen zu sehen.

dschungel

Das rauschen das ich vernehmen kuendigt an was uns hinter der naechsten Biegung erwartet. Ein Strom von Wasser faellt steil den Hang hinab, umwachsen von grün, mit Terrassen und Becken. Ein Wasserfall wie ich ihn bisher nur in einem der vielen Naturdokus gesehen habe.

 

waterfall

Wir schlagen uns in den Busch und klettern bis auf die erste Stufe des Falls hinauf wo ein Becken mit Eiskaltem klaren Wasser zum reinspringen einlaed.
Es kuehlt den Kopf und klaert den Geist, waescht das Salz des Meeres ab bringt Wachheit in den Blick. Die Sonne malt einen Regenbogen in den Wasserfall. Hier ist der friedvollste Platz auf Erden zumindest fuer uns und diesen Moment.
Der Durst nach Freiheit und Ruhe findet hier eine ergiebige Quelle die nicht erschoepft. Wir verbringen Stunden an diesem Ort der mir aus einem Traum entsprungen scheint.

silent

rainbowfighter

waterfallsitin waterfallsitin2

Als die Sonne dem Horizont naeher rueckt machen wir uns auf, so viel gute Luft und Wasser machen hungrig.

3 Antworten zu “Lions Rock und der friedvollste Platz auf Erden”

  1. Anne sagte

    hallo leo,

    verzeih mir, wenn ich auch nicht den kompletten text gelesen habe – aber du hast definitiv die besten bilder der imi-blogger, echt super-schön und zum neidisch werden!

    viele liebe grüße aus berlin (hier schneits schon!)
    anne

  2. Dominique sagte

    Aaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh
    Hier schneits noch nicht, aber dafür ist es schon grau :)
    Diese Woche scanne ich, versprochen! Wünsche dir was, lovely Leo

  3. Dominique sagte

    Au mann, es ist gerade 23:20 Uhr, was für eine Zeitumstellung!!!

Eine Antwort schreiben