Wendland der Antipoden

Dezember 18, 2007

coromandel

Endlich wieder einmal raus aus der Stadt und die Sonne ist auch mit mir. Schnell packe ich die wenigen Sachen die ich brauche, spring ins Auto und wuehle mich durch die Rush Hour … auf nach Coromandel, eine Landzunge in den Pazifik auf der Nordinsel Neuseelands. Das ziehl ist Karuna Falls eine Kommune die vor 30 Jahren gegruendet wurde und weit ab von s.g. Zivilisation liegt. Ich besuche eine Freundin dort und freue mich auf Natur und Entspannung.

Nachdem ich die Stadt hinter mir gelassen habe und eine weile die Landstrassen auf und ab gekurvt bin komme ich in der Coromandel Region a, endlose Serpentinen entlang der Kueste … eine Stunde Fahrt immer dem Meer entlang durch malerische Buchten und ueber gruene Huegel.

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Ich biege ab auf eine Schotterpiste in die gruenen Huegel, jetzt geht es auf und ab, steile Serpentine und weite Ausblicke auf das Meer zu beiden Seiten der Landzunge.

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Hier oben ist das Land so schmal das Wasser in beide Richtungen zu sehen ist. Fahren auf diesen Wege geht sehr langsam was einerseits an den Kurven andererseits an der Schotterpiste liegt. Verfahren ist hier kaum moeglich, nur wenige Wege fuehren in diese Region des Landes.

Ein weiteres Stueck entlang der Kuste und dann einen abzweig in ein Tal hinein. Gruene Wiesen und Huegel zu beiden Seiten bis ich auf ein Tor stosse das die Kommune Karuna Falls ankuendigt. Die 12 Hauser liegen verteilt ueber den Berghaengen umgeben von Forest, durchflossen von einem Bach. Ich finde kaum Worte um die Schoenheit diese Platzes zu beschreiben und die Ruhe auszudruecken die dieser Ort ausstrahlt.

Die Menschen, die Idee des Ortes, die Geschichte haben eine Naehe zu Leben das ich aus dem Wendland kenne. Der Link ist gar nicht soweit weg , ein paar der Bewohner haben auch eine zeitlang im Wendland gelebt.

fall

Eine halbe Stunde Fussweg durch das Dschungeldickicht fuehren zu einem Wasserfall eine halbe Stunde in die andere Richtung zu einem einsamen Strand.

beachcoromandel

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Der Anfang der Welt.

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Ich geniesse die Ruhe und entspanne so sehr wie noch nicht seit meiner Ankunft in Neuseeland. Die EInladung die Weihnachtstage an diesem Ort zu verbringen nehme ich mehr als dankend an und freu mich schon mich in den naechsten Tagen mit meinem Rucksack auf den Weg zu machen.

me

beach

Das grau der letzten Tage verschwindet, die Gemueter wachen wieder auf und Bewegung und Lebensfreude regt sich in den Menschen. Die politische Welt hat in der letzten Zeit eine grosse Rolle im Handeln gespielt und die Stadt engt auf Dauer ein.
Die verhafteten Aktivisten sind alle wieder frei und eine Regierung muss sich eingestehen das die Hysterie nicht gestuetzt von Beweisen war die die Handlungen der letzten Wochen rechtfertigen koennten.
Wir feiern den Frieden im Moment und nehmen uns ein paar Tage Auszeit von der Auseinandersetzung mit Gesellschaftlichen Brennpunkten.
Wie fuehlt sich Freiheit an … eine Reise in eine Welt die es atem- und fuehlbar macht.
Ein Auto voll junger Menschen mit Durst nach Weite und Ruhe fuer die Seele, ein paar Fruchtsaefte, Nuesse, Bier, Handtuecher und Natural Mystic als Musik fuer die Autofahrt.
Die Strassen und das grau der Stadt ziehen sich noch eine weile hin ehe wir die ersten verschlungenen Wege des Waiteke Ranges erreichen und uns ein bischen verfahren in den Bergen die auf dem Weg zum Meer zu ueberwinden sind.
Piha ist unser Ziel ein Strand an der Tasmanien Sea an der Westkueste von Aotearoa. Sonne und blauer Himmel weisen den Weg zum Meer und nach einigen Serpentinkurvereien taucht die Bucht von Piha vor uns auf. Der Lions Rock erhebt sich majestaetisch im Zentrum des Strandes, das Meer laed mit weiten Wellenlaufen zum bleiben ein (diesmal kein ganz respektvolles Gebrause), die Huegel herum sind mit dschungelartigem Wald bewachsen.

lionsrock
Die Fuesse entspannen schnell auf dem weichen Untergrund und ich nutze gleich den Moment um den Kopf in das kalte salzige Wasser zu stecken.

Der Sand ist fast schwarz und brennt unter den Fuessen das es kaum moeglich ist gemuetlich umherzulaufen. Tiefes einatmen der intensiven Luft, ein Bad in der Sonne und ganz viel Ruhe im Sein. Dann ein Spiel mit den Wellen die es zwar Zulassen das wir einige Zeit mit ihnen in Strandnaehe spielen aber der Sog am Untergrund macht Unmissverstaendlich klar das diese Meer keine weiten Schwimmer zulaesst. Das Wasser geht bis zum Bauchnabel die Wellen brechen einen Meter ueber uns ihre Krone.

pihabeach

Rauf auf den Lions-Rock ein weiterer Ort der von einer langen Geschichte Maori Kultur zu erzaehlen hat, wie viele Fischer hier ihr Heim gefunden, ihre Nahrung gefangen, ihre Kultur gelebt und auch ihren Frieden gefunden haben. Wie viele vertrieben wurden aus dem Land das ihres war, wie viele an den Haengen vom Meer verschluckt wurden. Ein jeder wird den Blick ueber die Bucht und auf das offene Meer auf sich hat wirken lassen.

Ich fuehl mich wieder wie berauscht und spuere die tiefe und weite des Ortes an dem wir uns befinden die guten Menschen mit dehnen ich unterwegs bin tuen ihr uebriges.

Die Wege sind nur kurze in Aotearoa so machen wir uns auf in den tiefen Wald den Flusslauf entlang. Der Weg schlaengelt sich auf und ab durch verwachsene Baume die ich alle nicht kenne, Palmen, Farne und ein breite Vielfalt an Leben das mir ebenfalls unbekannt ist.

Mir ist als betrete ich mit jedem Schritt den ich hier tue eine neue Welt, auch das gilt wohl nicht nur fuer die Landschaft.

dschungelfluss

Der Flusslauf zieht sich wie gemalt durch das Unterholz, kleine Stroemungen, Moose und Farne und immer wieder Sonnenstrahlen die durch die Aeste ueber uns brechen und dem Wald eine Magie verleihen wie ich sie mir vielleicht beim lesen vom kleinen Hobbit vorgestellt habe als die Zwergentruppe mit dem Hobbit den tiefen Wald durchquert.

Es ist eine atemberaubende Vielfalt und fuelle von Pflanze, Erinnerungen an die besuche mit meinem Grossvater im Tropenhaus tauchen in mir auf, hier ist die Luft nicht tropisch dafuer koennen wir endlos laufen und die Bilder sind immer wieder neue. Ich atme tief ein, fuehle die frische, den Duft von Moos und Blueten, lausche dem plaetschern des kleinen Baches und den Voegeln ueber uns.

Nach einer weile geht es aufwaerts und raus ueber die Kronen wo sich ein Blick ueber den Dschungel auftut. Von hier ist zu erkennen das der Flusslauf das Leben Vielfältiger gestaltet und weiter weg die Vielfalt abnimmt und beständigere Pflanzen ihren Raum erobern.

Weit und breit kein Gebaude oder andere Menschen zu sehen.

dschungel

Das rauschen das ich vernehmen kuendigt an was uns hinter der naechsten Biegung erwartet. Ein Strom von Wasser faellt steil den Hang hinab, umwachsen von grün, mit Terrassen und Becken. Ein Wasserfall wie ich ihn bisher nur in einem der vielen Naturdokus gesehen habe.

 

waterfall

Wir schlagen uns in den Busch und klettern bis auf die erste Stufe des Falls hinauf wo ein Becken mit Eiskaltem klaren Wasser zum reinspringen einlaed.
Es kuehlt den Kopf und klaert den Geist, waescht das Salz des Meeres ab bringt Wachheit in den Blick. Die Sonne malt einen Regenbogen in den Wasserfall. Hier ist der friedvollste Platz auf Erden zumindest fuer uns und diesen Moment.
Der Durst nach Freiheit und Ruhe findet hier eine ergiebige Quelle die nicht erschoepft. Wir verbringen Stunden an diesem Ort der mir aus einem Traum entsprungen scheint.

silent

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Als die Sonne dem Horizont naeher rueckt machen wir uns auf, so viel gute Luft und Wasser machen hungrig.

Social Center in Bewegung

Oktober 31, 2007

Viel hat sich getan in den letzten zwei Wochen bei uns im Social Center. Mit der Hilfe von vielen Freunden habe wir uns daran gemacht das Haus von seinen Altlasten zu befreien.
Zwei volle Bulliladungen an Moebeln und Muell haben wir aussortiert. Die Waende neu gestrichen, neue (alte) Sofas organisiert. Mit Hilfe von indymedia konnten wir uns einen Beamer kaufen und haben jetzt die Moeglichkeit Filmabende auf grosser Leinwand zu veranstalten.
Ab naechste Woche haben wir dann auch Telefon und Internetanschluss und werden dann eine Ecke einrichten mit Computer zur freien Verwenung und Recherche. Weiter ist geplannt in der naechsten Zeit eine Webseite fuer das Social Center Online zu stellen.
Wir bekommen jetzt einmal woechentlich Vegie-Boxes mit Gemuese, Obst und Aufstrich von lokalen Haendler und ich werd einmal woechentlich ein Curry kochen.

gruenesland
Etwas treibt mich schon seit meiner Ankunft in Auckland, verfolgt mich in den Traumen und klingt wie ein Ruf der mich lockt die Stadt zu verlassen … ein Ruf aus den Bergen und den Hoehen wo Mordor seinen Ursprung hat … Die Tage in Elronds Haus brachten viele Nachrichten aus den umliegenden Regionen, Orks haben sich aufgemacht die friedlebenden Voelker unter ihre Kontrolle zu bringen, aber das ist eine andere Geschichte …
Ich muss in die Berge um die Ruhe mit neuer Energie zu versorgen und zu mir selber zu kommen … der Zufall gibt mir ein Fahrzeug um die Reise durch das Land anzutreten …

Ich brauch ein bischen um mich zu loesen, wie es so Ballungsraume so an sich haben und dann bin ich auf dem Weg, raus aus den letzten Siedlungen und rein in die verschlungenen Pfade ueber die Huegel des Nordlandes … Ich fahre lange ueber die flachen Gegenden und um mich herum heben sich die ersten kleinen Bergansammlungen am Horizont auf …

Die meisten Staedte und Doerfer haben wahrlich nichts anziehendes in diesem Land dafuer sind die Regionen dazwischen umso beeindruckender … ich komme in die ersten bergigen Bezirke und mache an jeder Station halt an der sich mir ein Ausblick ueber die Landschaft bietet, folge irgendwann einem Schild das mir interessant erscheint und parke das Auto am Strassenrand um ein wenig umher zu laufen … ein guter Ort fuer den ersten Walk … ein kleiner Pfad fuehrt in ein Waldstueck hinein und nach kurzer Zeit habe ich einen weiten Blick ueber ein Tal durch das sich hellblau-gruen schillernd der Waikato River schlaengelt.
Ein paar Kilometer folge ich dem Flusslauf entlang auf einem schmalen Weg der sich an den Haengen auf und ab zieht. Vorbei an Stromschnellen, einem Wasserfall durch Dickicht voll Pflanzen die mir groesstenteils unbekannt sind und immer lauschend den unbekannten Vogelgerauschen in den Aesten ueber mir.

waikatoriver

Aufgewaermt durch die starke Sonne treibt es mich weiter Richtung Sueden durch immer mehr Huegel und Berge.
Irgendwann geht es Abwaerts auf eine riesige Wasserflaeche zu, der Taupo Lake einer der groessten Seen in Neuseeland erstreckt sich bis an den Horizont. Der Wind peitscht schaumende Wellen auf und ein brausen liegt in der Luft als ich einen Halt mache um die frische Luft in mich einzusaugen. Am Horizont brechen durch die schwarzen Wolkenfronten die Siluetten der Gebirge im Tongariro National Park (besser bekannt als Mordor) Schleier aus fallenden Regen malen Vorhaenge hinter die durch die Sonne schillernde Wasseroberflaeche – wie ein hell lechtendes Band zieht sich dieses Lichtspiel zwischen die schaumenden Wellen und dunklen Wolken.
Als ich wieder zum Auto zurueck kehre steht mir ein zitternder Hund gegenueber, mit seinem grossen Kopf und abgemagert sieht er Golumn ein wenig aehnlich.
Lange muss ich nicht ueberlegen wie ein Hund auf einen Rastplatz so weit ab vom naechsten Dorf gelangt. Ich ueberlege was ich ihm geben kann – da ich gar kein Fleisch mehr esse sieht es schwer aus mit Fett – innerhalb weniger Minuten hat er fast einen ganzen Leib von dem Knautschbrot hinunter geschlungen das hier unter dem Begriff Koernerbrot verkauft wird. Einem Camenbert als Fettgrundlage gibt’s noch obendrauf, das war mein Abendbrot mehr hab auch ich nicht dabei. Die bitte in seinen Augen ist so gross das ich mich entschliesse ihn bis zur naechsten Siedlung mitzunehmen, mehr kann ich nicht fuer ihn tun. Zumindest hat er hier die Chance ein neues Zuhause zu finden, mit seinen Augen duerfte ihm das nicht schwerfallen.

Die Strasse folgt Serpentinen direkt am See entlang, enge Kurven und weite Blicke ubers Wasser. Doch lange haelt der Blick nicht an, ich fahre mitten in die Wolkenfront hinein und mich umgibt nur noch grau und spruehender Dunst. Einzig an der steiler werdenden Strasse erkenne ich das in die Hoehen geht. Irgendwann bleib ich etwas deprimiert am Strassenrand stehen, wahrlich kein Wetter fuer den Tongariro Cross den ich mir fuer den naechsten Morgen vorgenommen habe. Ein Walk durch Kraterlandschaften, aktive Vulkane, Felsige Gebirge, Seen mit schillernder gruener und blauer Farbe sollen mich dort erwarten und so mancher hat mir vorher begeistert von der einzigartigen Landschaft berichtet. Jetzt seh ich noch nicht einmal die maechtigen Berge die ganz in meiner Naehe sind. Ich verliere nicht ganz den Optimismus und entscheide mich die Nacht an einem guten Platz in den Bergen abzuwarten mit der Hoffnung das der Morgen Sonne bringt.
Ich fahre an den Rand des Gebirges, wo ich auch die Grenze der Wolken erreiche und finde eine Stelle wo ich ueber das flache Vorland und den riesigen Taupo Lake schauen kann. Fast hyptnotisiert von dem Anblick verweile ich noch Stunden in den Gedanken, beobachte das Spiel aus Wolken, See, Inseln, Bergen und dem weniger werdenden Licht.

taupolake
Zum ersten mal geht der Sternenhimmel der suedlichen Hemissphaere ueber mir auf und in Gedanken reise ich durch die vielen neuen Sternbilder die ueber mir am Himmel erwachen.
Ein tiefer Schlaf bringt mich durch die Nacht und ein leichtes tropfeln auf dem Autodach weckt mich am morgen aus den Traumen. Mein erster Blick schweift ueber den See und dann bricht auch schon die Sonne vom Horizont auf um dem Wasser seinen Morgenglanz zu geben.
Hinter mir im Gebirge haengen noch immer die dunklen Wolken doch wie um mich milde zu stimmen zieht sich ein grosser kraeftiger Regenbogen ueber den dunklen Hintergrund.

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Ich hab die Hoffnung vielleicht die Regendecke doch noch durchbrechen zu koennen und folge wieder der Strasse durch den Nationalpark – erneut verschluckt mich das grau das diesmal wenigstens ab und zu von der Sonne durchbrochen wird. Trotz allem scheint es mir zu zu riskant bei diesem Wetter auf 2000 m in die Berge zu wandern. Ich gebe mich der Natur und den Bergen gegenueber geschlagen, aber nicht ohne mir das versprechen zu geben bald wiederzukommen.
Auf gen Norden wo ich am morgen schon das gruene leuchten der Grasshuegel gesehen habe und wo die Sonne mehr zu sagen hat als die Wolkenwaende.
Die naechsten hundert Kilometer Fahrt entschaedigen mich fuer den verpatzten Bergwalk. Was wie ein Flug kommt mir die Fahrt durch die Grasshuegel vor, weiß gepunktet durch die zotteligen Schaafe die mittlerweile in alle Richtungen zu sehen sind. Hier scheint das Land der Hobbinge zu sein. Malerrisch fast zu perfekt erstreckt sich die Landschaft um mich herum. Ich laufe ein paar Stunden die Huegel auf und ab, setzte mich keuchend neben ein paar Schaafe und geniesse die waerme auf der Haut.

gruen

Wenn es schon nicht die Berge sind dann auf zum Meer denke ich und schlage den Weg Richtung Kueste ein. Mehr als zwei Jahre ist es wohl her das ich an einer Kueste sein konnte (die halbe Stunde Ostsee im Juni Unterschlag ich jetzt mal) und erst am Strand selber realisiere ich welch unglaubliche Kraft und magische Seele von den weiten des Wassers ausgehen. Ein kleiner Kuestenort, das bisher schoenste Dorf das ich gesehen habe, ein steiler Weg abwaerts, durch zwei Huegel durch und stuermische Luft, salziger Wind schlaegt mir entgegen. Die Wellen sind gigantisch und uebertreffen alles was ich bisher an Wassergewalt gesehen habe. Meterhoch Tuermen sich die Wasserberge vor der Kueste und weiss schaumend brandet das Nass uber die weiten Flaechen des Strandes.
Die Kueste entlang ziehen sich hohe Klippen, absolute Einsamkeit und leere, ein unglaublich schoner Kuestenstrich und kein Mensch zu sehen.
Nur hin und wieder ein paar Sandcruiser die den Strand entlang in der ferne verschwinden. Ich laufe eine Ewigkeit immer weiter und werd fast trunken durch den Anblick und die Luft.

meer
Seeanemonen vom Sturm angespuellt liegen mir zu Fuessen und es ist fuer mich wie ein Blick in eine andere unbekannte Welt – fuer sie bedeutet es das Ende. Sie recken sich noch und die Muschelkoepfe gehen auf und zu, in der Erwartung erneut vom Wasser umspuellt zu werden.

anemonen
Ans Badengehen ist ueberhaupt nicht zu denken – jede Welle die sich vor meinen Augen bricht fordert ihren Respekt ein und warnt geradezu davor mich in ihre Naehe zu begeben.
Ein weiteres mal gebe ich mich geschlagen ob der Naturgewalt, klettere auf die Klippen und lasse das Abendlicht ueber dem Meer versinken.

seasun
Aber auch das Meer wird mich nicht zum letzten mal gesehen haben.
Ich finde wieder einen Platz mit Ausblick, diesmal auf das schaumende Meer – Rolle mich in den Schlafsack und versinke in den Trauemen.
Die Berge, das Meer, die gruenen Huegel, was mehr kann ich in meinem Rausch nach Natur noch entdecken.
Ich mache mich auf zum aeltesten Lebewesen des Landes. Zu den Uhrriesen dieser Insel, den Ents in den Waeldern. Tane Mahuta – The Lord of the trees. Giganten im gruenen Dschungel des Nordlandes. Gruene Berghaenge ziehen sich an der Kueste entlang ehe ich in das Reich der Kauri Trees eintauche. Die Strasse versinkt in einem Schlauch der sich durch den Dschungel einen Weg bahnt und dem aeltesten dieser Baumriesen gilt mein erstes Ziel.

tanemahuta
Tane Mahuta – ca. 2000 Jahre alt, der Stammumfang am Boden misst 17 Meter, 58 Meter reckt sich der Kolos in die Hoehe. Fuer die Maoris die Wurzel des Lebens von dem alles abstammt.
Schon der Pfad zum Lord of the trees gibt mir unzaehlige neue Bilder im Dickicht. Ein Wald der einem Dschungel naeher ist, mehr als 300 verschiedene Arten von Baumen und Farnen sind in den tiefen zu entdecken. Meine Blicke erhaschen nur eine Ahnung davon und sind vom Reichtum gaenzlich ueberflutet. Die ersten Waechter der Baumriesen sind schon beeindruckend, Tane Mahuta selber fordert durch seinen Anblick Achtung und Wuerde ein.
Diesmal ist es keine Naturgewalt die mich fast erstarren laesst, es ist die Achtung vor der Magie und Vielfalt des Lebens.
So maechtig diese Riesen anmuten so gefaehrdet ist doch ihre Existenz, es gilt den Pfad nicht zu verlassen – die Kauris spannen ein Netz aus duennen Wurzeln dicht unter der Oberflaeche des Waldbodens und wenn zu viele Menschen darueber laufen droht das Zusammenzubrechen ihrer Wasserversorgung und ein Riese stirbt.

forest
Stunden verbringe ich in dem Wald, wieder ganz Einsam mit mir und der Natur um mich herum, erfuellt von der Vielfalt der Eindruecke.
Nach einer Stunde Lauf in den Wald komme ich in der Katedrahle an – einer Ansammlung von sieben Kauris in einer Senke. Ich setzte mich auf ein Plateuo zu ihren Fuessen, spiele auf der Floete die mir mein Vater mit auf die Reise gegeben hat und lauschen den Gerauschen des Waldes.

kauris
Von hier an geht es wieder zurueck. Ein langer Weg den ich geniesse mit mir und der Musik. Zureuck in Auckland und wieder meinen Aufgaben zugewand. Die Vielfaelltigkeit der Tage waren ein richtiger Start in die Schoenheit dieses Landes, auf meinen naechsten Ausfluegen werd ich mir mehr Zeit nehmen um einen Ort mit seinen Details erkunden.

Ein weiteres Wochenende in Auckland , diesmal mit viel Musik und neuen Ideen. Am Freitag war Konzert bei uns im Wohnzimmer angesagt , eine Hardcore Band aus Australien und zwei lokale Punkrockbands. Es geht erstaunlich friedlich zu einzige die Musik vermag es die Leute zum ausflippen zu bringen .
Die Musiker sind ein freundlicher Haufen und ich unterhalte mich lange einer Maori Frau die ein Anarcho Social Center in Sydney mit aufgebaut hat. Es ist spannend die Sicht anderer Menschen auf die Bewegungen in Europa und speziell Deutschland zu hoeren. Wir neigen wohl alle immer dazu dem weit entfernten mehr Achtung als de eigenen Strukturen zu geben. Vielleicht auch weil die Sicht auf das neue unbefangener und positiver ist als die Kritik durchsetzten eigenen Strukturen.
Der grosse Respekt gillt natuerlich in erster Linien der quantitiven Groesse der Strukturen in Europa, qualitative Bewertungen sind weit schwerer zu treffen.
Was mir besonders aufaellt ist das grosse Interesse der Anarcho Punks an Umweltbezogenen Themen wie Climate Change und Erhaltung von Ozeanen und Natur.

Einen Teil der Nacht entfliehe ich dem Laerm und der Bewegung im Haus und wander auf den Mt. Eden bei Nacht. Der Blick ueber Auckland ist ein grosser Lichterteppich der sich in alle Richtungen erstreckt. Gesellschaft habe ich auch da oben in Gestalt von ca. 20 Kuehen die mit einem regelmaessigen Gerausch das Grass zu ihren Fuessen auf gleichmaessige Laenge stutzen.
Nur der Wind steuert noch etwas zur Gerauschkulisse bei, die Stadt liegt erstaunlich friedlich zu den Fuessen des alten Vulkans.
Das Bild der Kuehe vor diesem Lichtermeer hat etwas skurriles und ich frage mich was die wohl ueber den Anblick von ihrer Grasswiese aus denken moegen. Wahrscheinlich sind sie nichts andere Gewohnt, eine Alpenkuh wuerde da wohl etwas verdutzter schauen.

Einen weiteren Tag spenden wir dem aufraumen des Social Centers, dem besorgen von Sofas und dem herrichten der Buecherei. Der Raum wird immer gemuetlicher.
Abhaengen im Wohnzimmer, Buecher lesen, ein bischen diskutieren ueber Theorien dieser Welt, Tischtennisspielen und dem prasseln des Regens auf unserem Wellkunstoffdach lauschen. Der Regen schlaegt gegen die Fenster als waeren wir auf hoher See.

Irgendwann kommt dann der Energieschub und wir brechen auf zur Gipsy Fever Night, ein kleiner gemuetlicher Jazzkeller der uns verschluckt und dem Trubel auf den Strassen entrinnen laesst. Balkan, Gipsy und Latino Sounds vollbringen eine warme Stimmung.
Ich treffe einen Typen aus Christchurch der mir eine erste Einweisung in die New Zealand Drum & Bass Szene gibt und und mir das ein oder andere Festival fuer die naechsten Monate vorschlaegt.
Dann steht irgendwann ein etwas skurril aussehender Haufen an Musiker auf der Buehne und spielt Folkbalkan Musik die den Raum in Bewegung bringt. Es geht um Musik, Leben und langen Naechten in Jazzkneipen unterstrichen durch den ein oder anderen Brecht Text auf Englisch uebersetzt.
Die zweite Band hebt dann auch den letzte aus seiner Sitzgelegenheit auf und vollzieht mit ihrer Musik einen grandiosen Athmosphaerenbogen und hat eine schoene Mischung an Instrumenten. Klarinette, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Querfloete und Quetsche – mehr als noetig ist fuer grandiose Balkanmusik.

Der Sonntag hat die Zeit verloren und wir liegen Kreutz und Quer auf den Sofas und leben in den Tag hinein. Jeder steht mal auf und uebt sich in der ein oder anderen Aktivitaet. Kaffe machen, Chai kochen, Bibliothek aufraeumen, Plakate malen. Ich geh irgendwann in die Kueche und kochen fuer alle ein grosses Curry.
Der Regen wechselt sich mit der Sonne ab und der Tag verstreicht in der Raumzeit.

Rainbow Warrior

Oktober 10, 2007

Ein kleiner Besuch am Hafen an dem Platz wo fuer gewoehnlich die Rainbow Warrior II  liegt und in den 80er die Rainbow Warriot I von den Franzosen versenkt wurde.

Alles sehr unspektakulaer der Hafen laed nicht wirklich zum langen verweilen ein und ich wander wieder die Huegel entlang der dicht befahrenen Strassen rauf.

harbour

Regenvielfalt

Oktober 10, 2007

hat schon etwas verwunderliches das Wetter auf so einer Insel mitten im Pazifik … mal scheint die Sonne mit voller KRaft und waerme im naechsten Moment huellt eine dunkle Wolkenfront den Himmel in Nebel.

Der Regen faellt auch immer anders , was mich an den Part in Per Anhalter durch die Galaxies erinnert in dem es um die vielen Sorten von Regen geht.

Als hier gab es schon einige der Varianten , besonders der mit den dicken Tropfen die einem auf der Stirn zerklatschen wie Wasserbomben und heute ganz besonders ein zarter Vorhang von weissem Schleier der sich erst ueber die Stadt leg und auch die Spitze des Mt. Eden im Nebel verschwinden laesst und dann zarte Regenschwaden durch die Strassen schweben laesst.

Weich und warm das es fast angenehm ist hindurch zu laufen.

Das aufbrechen der Wolken laesst bestimmt auch nicht mehr lange auf sich warten auch wenn es jetzt dunkel wird. Mal schauen was der naechste morgen bringt.

Inside a space inside

Oktober 10, 2007

zine

In meinem Raum fuehl ich mich so langsam ganz wohl , bischen Farbe an die Waende, eine Matratze, einen Sessel und nen kleinen Tisch mehr brauch ich nicht … ansonsten belager ich oft die Kueche und mach Currys oder verbring die Regenstunden auf dem Sofas im ‘Wohnzimmer’ das gleichzeitig auch Buecherei, Tischtennis-, Computerraum, Fahradwerkstatt und Konzertsaal ist.

aspaceinside

library

anarchistcookbook

Zu den Mitbewohner gibt es viele spannende Geschichten zu erzaehlen aber ein paar kurze worte sollen hier erst mal reichen …NONAME ist fuer ein paar Jahre hier hat fuer Greenpeace schon in Australien gearbeitet und ist hier jetzt Campaign Manager fuer GP, Musiker, Activist … NONAME lebt auch fuer ein paar Jahre hier hat fuer Oxfam gearbeitet und ist Editor fuer Indymedia NZ, NONAME ist eigentlich Neuseelaender und schreibt fuer Indymedia NZ, studiert Geschichte.

Alles was sie an Erfahrung und Lebensfreude mitbringen fliesst ein in das Projekt und laesst den Platz zu einer guten Anlaufstelle werden.

Auckland und das drumherum

Oktober 8, 2007

Aus der Stadt bin ich bisher nicht rausgekommen, das werd ich sobald wie moeglich nachholen auch wenn es nciht grad einfach ist … werd versuchen bald ein Auto zu haben um die Wochenende ein bischen rumzufahren … Irgendwie merk ich aber auch das ich grad nicht in erster Linie fuer Ausfluege hier bin sondern es auch erst mal geniessen kann die vielen Menschen zu treffen, Teil zu haben am Aufbau des Social Centers und damit auch mir einen neuen Raum zu eroeffnen …

Auckland selber ist nicht grade schoen, eigentlich sogar ziemlich haesslich … aber es gibt ein paar sehr schoene parks in dehnen man sich bei Sonne ablegen kann …

Ansonsten hab ich ein bischen die Plattenlaeden erkundet und die ersten Ideen fuer Musikveranstaltungen gesammelt.

Es tut sich was und es ist spannend diesen neuen Raum zu entdecken und mit aufzubauen.

 

A space inside

Oktober 8, 2007

… da bin ich nun gelandet und hab einen Raum gefunden in dem ich glaube eine gute Zeit haben zu koennen in den naechsten Monaten.

A space inside existiert erst seit ein paar Monaten und ist ein Anarchist Social Center das Raum schaffen will fuer Menschen in Auckland und politische Bewegungen in Neuseeland.

Ein Projekt dieser Art ist neu in Auckland und die vielen jungen Leute sind hochmotiviert Aktionen zu machen, Raume zu schaffen, ueber Themen zu redden, neue Struktutren zu etablieren, Kritisch zu hinterfragen …

Das Social Center selber besteht aus einem Raum fuer Treffen und Veranstaltungen, einer Bibliothek mit linken Buechern (Anarchistischen Theorien, Philosophen, Buecher der Politik und Sozuialwissenschaften), einer Tischtennisplatte, einer Fahrradwerkstatt, einem Computerplatz und einem Haufen gutter Menschen. An den Wochenenden sind hin und wieder Konzerte und in der Woche Videoabende, Diskussionsrunden, gemeinsames Kochen …

Ich wohn dort mit fuenf anderen Leuten, ein Kanadier, ein Ire, ein Grieche und zwei Neuseelaender. Etwas los ist dort eingentlich die ganze Zeit, es kommt immer mal jemand vorbei um ein paar kurze Gespraeche zu fuehren oder eine Idee umzusetzten.

Webseite :

http://aspaceinside.googlepages.com/

Anfang bei Greenpeace

Oktober 8, 2007

Als erstes mal ein kleiner Rundgang , ist viel groesser das Office als ich dachte, vielleicht 30 Leute die dort arbeiten + die Teams die im Land unterwegs sind. Ich vergesse gleich wieder alle Namen aber das ist auch nicht verwunderlich.

Dann noch die Halle mit den Sachen fuer die Aktionen, ist der spannendste Ort auch wenn ich wohl nicht viel damit zu tun haben werde.

Die Gesichter in den Bueros sind endlich von der Art wie ich sie noch nicht auf den Strassen gesehen habe und mich aber um so mehr an Bewegung und andere Lebensweise erinnern.

Ein kurzer Blick in das Videoarchiv, 30 Jahre Greenpeace Videos stappeln sich die Wand hoch, fein säuberlich sortiert und beschriftet nach Kampagnen und Themen.

Das meiste davon ist noch nicht digitalisiert und es sieht nach einer sehr Zeitaufwengigen Arbeit aus. Dann das Buero in dem ich wohl arbeiten werde, ist klein und wir sitzen zu fuenft drin, eine weitere Praktikantin aus Muenster faengt gleichzeitig mit mir an und dann sind da noch drei Leute von Greenpeace New Zealand.

Viel mehr ist an dem Tag nicht zu tun da ich erst am naechsten Tag das Meeting habe fuer meine Projektbesprechung. Ich nutze die Zeit um noch ein paar Sachen fuer die Uni zu machen und schau mir den Nachmittag Greenpeace Videos an.

Das Wetter schlaegt schnell um, ploetzlich regnet es wie aus ziemlich heftig und der Sturm peitscht die Pflanzen vorm gegen das Fenster vor mir. Geht immer sehr schnell hier, in einem Moment klarer Sonnenschein und dann Regen und schwarze Wolken.

Irgendwann steht ploetzlich ein Typ neben mir und fragt ‘You are looking for a room?’, cool denke ich das ist der Link auf den ich gewartet habe.

Er fuegt noch etwas Vorwarnend hinzu ‘You have to look, it is a kind of special’ und wir verabreden uns fuer den Abend um die ‘Wohnung’ anzuschauen.

Sonntag

Oktober 5, 2007

Am naechsten Tag stelle ich meine Wohnungssuchbemuehungen ganz ein und entscheide mich dazu abzuwarten was passiert, ich find mein Vertrauen wieder das mit Geduld der richtige Link schon kommen wird.

Stattdessen geniesse ich die Sonne, lasse wieder Curryduft aufsteigen, fange an zu schreiben und mache es mir am regnerrischen Abend im Wohnzimmer gemuetlich. 

Ein bischen Aufregung kommt doch auf als der Morgen naeher rueckt um im Greenpeace Office aufzutauchen.

Mit der Zeit komm ich langsam besser klar, die Zeitumstellung hier auf Sommerzeit ist mir dabei auch noch ein Stueck entgegen gekommen, aus dem Bett falle ich trotz allem um halb sieben und hab genug Zeit um den Morgen zu geniessen ehe ich Richtung Greenpeace laufe.

Zwischenzeit

Oktober 5, 2007

Die ersten Tage verbringe ich in einem kleinen gemuetlichen Bagpacker Hostel direkt am Mt. Eden. So ganz passend fuehle ich mich hier nicht da hier jeder nur vom Reisen durch Neuseeland erzaehlt und ich mit ankommen in Auckland beschaefftigt bin.

Viele Deutsche, ein paar Englaender, Amerikaner, Japaner, Argentinier und ein Suedafrikaner. Geschichten und viel Smalltalk.

Gemuetlich ist das Haus mit schoenem Garten trotz allem.

 

Ich nutze die Tage dort um mit dem Jetlag zurecht zu kommen, die ersten Tage falle ich um acht ins Bett und schlafe erst mal bis ein Uhr Nachts, drehe mich noch mal um und steh um fuenf auf um mir einen Morgenkaffee zu machen.

Jetzt bereuhe ich es meine Espressomaschine vergessen zu haben denn der Kaffe schmeckt nicht wirklich gut und die Cafes um die Ecke haben um die Zeit noch geschlossen. Ich find nen Baecker der mich nur schief anschaut als ich ihn nach Kaffee frage, hol mir ein Fruehstueck und lauf wieder hoch auf den Mt. Eden.

Ein aufregender Blick der Sonnenaufgang ueber Auckland. Jetzt ist hier noch kein Mensch oben und ich sitze auf der grossen Kuhwiese und geniesse die Luft.

 

Den rest des Tages verbringe ich zwischen der Holzbank im Garten und dem Telefon und versuche ein Zimmer zu finden. Ist keine sehr erfolgreiche Taetigkeit und irgendwann geb ich etwas frustriert auf.

Viel zu oft verstehe ich noch nicht mal den Gerpaechspartner an der anderen Seite da der Kiwi Akzent teilweise grauenhaft ist und ich schon ueberlege ob ich mit Englisch wirklich richtig liege.

 

Etwas kochen ist angesagt, da wo ich kochen kann hab ich mich schon immer Zuhause gefuehlt, und ich mache mich auf einen Laden zu finden. Am Anfang dachte ich noch das es schwer wird hier zu ueberleben mit dem Geld das ich habe, da Lebenmittel hier doch viel teurer sind, aber irgendwann bekomme ich den Blick dafuer was hier gerade in die Zeit passt und umso guienstiger ist. Die Einkaufkonditionierung aus Deutschland muss erst mal ueberwunden warden. Salat ist ok, Suesskartoffeln (hab an dich gedacht Hady :-) ), Avokados, Kivis ohne ende, Pilze und alle moeglichen mir groesstenteils unbekannte Kartoffelsorten sind hier guenstig. Dazu alles was mit Erdnuessen zu tun hat auch wenn ich noch nie von Neuseelaendischen Erdnussfelder gehoert habe.

Auf der Strasse essen ist im Vergleich zu Berlin schwer moeglich da doch um einiges teurer, aber das ist kein Ueberraschung.

 

Cooking Mediation bringt mir wieder die Ruhe die ich brauche und nach kurzer Zeit zieht ein Curry Duft durch das Hostel.

Zeitverschiebung

Oktober 2, 2007

Zeitverschiebung:
Im Oktober +11 Stunden.
Anfang November bis Ende März MEZ +12 Stunden

Das ankommen bringt gleich seine ersten Geschichten mit sich … nachdem ich die ersten Atemzuege genossen habe hab ich mich in einen Bus in Richtung Stadt gesetzt der von einem freundlichen Maori gefahren wurde.

Er kennt das Hostel wo ich hin will und will mir bescheid geben wo ich austeigen muss … das ganze entwickelt sich dann zu einer langen Tour quer durch Auckland tief in die Stadt rein und ich kann die ersten Bilder auf mich wirken lassen … irgendwann stell ich mir dann doch die Frage wie weit es wohl noch ist und frag mal nach … er hat mich vergessen versichert mir aber mich auf dem Rueckweg rauszul;assen … ist eine frei Stadtrundfahrt denke ich und lehn mich wieder zurueck.

Auckland ist eine Grossstadt mit Kleinstadtfeeling … aber die Highways und Baustellen fehlen auch hier nicht … und erst mal wirkt alles voll und lebendig …

Auf dem Weg Richtung Flughafen sind wir dann auch wieder und kommen ihm auch nach und nach naeher … auch auf diesem Weg hat mich der nette Busfahrer wieder vergessen und entschuldigt sich ausfuehrlich … er verspricht mich in den naechsten Bus zu setzten und ich nehm es gelassen hin …

Also zweiter versuch vom Flughafen wegzukommen.

Diesmal geht es sehr schnell und nach den 30 Stunden Flug und zwei Stunden Busfahren geniesse ich das ankommen in einem kleinen Hostel, nehm eine Dusche und setzt mich auf eine Holzbank im Vorgarten.

hostel

Lange halt ich es nicht aus still zu sitzen und mach mich dann auch auf den Weg rauf auf den Mt. Eden den hoechsten Punkt in Auckland (Bild siehe Blog Header). Dort oben ist die Luft noch klarer und windiger und es riecht wir in den Alpen inklusive Kuhfladen auf der Wiese. (ja hier gibt es Kuehe mitten in der Stadt).

mteden