Blog Action Day

Oktober 15, 2007

Heute ist internationaler Blog-Action-Day.
Dabei handelt es sich um eine Kampagne von Bloggern weltweit die es sich als gemeisammes Ziel gesetzt haben alle am heutigen Tag Post ueber Umweltbezogene Themen zu veroeffentlichen. Ziel ist es den Menschen die notwendigkeit der Auseinanderseztung mit unserer Umwelt und dem Climate Change naeher zu bringen und mehr Menschen dazu anzuhalten bewusster zu Leben und einen Beitrag zur Vermeidung bzw. Reduzierung der vermuteten Auswirkungen zu leisten.

Dieser Planet atmet, helfen wir ihm das er nicht erstickt!

Anzahl teilnehmender Blogs : 14555
vermutete Anzahl Leser : 12.131.800
more Infos : http://blogactionday.org/

Ein weiteres Wochenende in Auckland , diesmal mit viel Musik und neuen Ideen. Am Freitag war Konzert bei uns im Wohnzimmer angesagt , eine Hardcore Band aus Australien und zwei lokale Punkrockbands. Es geht erstaunlich friedlich zu einzige die Musik vermag es die Leute zum ausflippen zu bringen .
Die Musiker sind ein freundlicher Haufen und ich unterhalte mich lange einer Maori Frau die ein Anarcho Social Center in Sydney mit aufgebaut hat. Es ist spannend die Sicht anderer Menschen auf die Bewegungen in Europa und speziell Deutschland zu hoeren. Wir neigen wohl alle immer dazu dem weit entfernten mehr Achtung als de eigenen Strukturen zu geben. Vielleicht auch weil die Sicht auf das neue unbefangener und positiver ist als die Kritik durchsetzten eigenen Strukturen.
Der grosse Respekt gillt natuerlich in erster Linien der quantitiven Groesse der Strukturen in Europa, qualitative Bewertungen sind weit schwerer zu treffen.
Was mir besonders aufaellt ist das grosse Interesse der Anarcho Punks an Umweltbezogenen Themen wie Climate Change und Erhaltung von Ozeanen und Natur.

Einen Teil der Nacht entfliehe ich dem Laerm und der Bewegung im Haus und wander auf den Mt. Eden bei Nacht. Der Blick ueber Auckland ist ein grosser Lichterteppich der sich in alle Richtungen erstreckt. Gesellschaft habe ich auch da oben in Gestalt von ca. 20 Kuehen die mit einem regelmaessigen Gerausch das Grass zu ihren Fuessen auf gleichmaessige Laenge stutzen.
Nur der Wind steuert noch etwas zur Gerauschkulisse bei, die Stadt liegt erstaunlich friedlich zu den Fuessen des alten Vulkans.
Das Bild der Kuehe vor diesem Lichtermeer hat etwas skurriles und ich frage mich was die wohl ueber den Anblick von ihrer Grasswiese aus denken moegen. Wahrscheinlich sind sie nichts andere Gewohnt, eine Alpenkuh wuerde da wohl etwas verdutzter schauen.

Einen weiteren Tag spenden wir dem aufraumen des Social Centers, dem besorgen von Sofas und dem herrichten der Buecherei. Der Raum wird immer gemuetlicher.
Abhaengen im Wohnzimmer, Buecher lesen, ein bischen diskutieren ueber Theorien dieser Welt, Tischtennisspielen und dem prasseln des Regens auf unserem Wellkunstoffdach lauschen. Der Regen schlaegt gegen die Fenster als waeren wir auf hoher See.

Irgendwann kommt dann der Energieschub und wir brechen auf zur Gipsy Fever Night, ein kleiner gemuetlicher Jazzkeller der uns verschluckt und dem Trubel auf den Strassen entrinnen laesst. Balkan, Gipsy und Latino Sounds vollbringen eine warme Stimmung.
Ich treffe einen Typen aus Christchurch der mir eine erste Einweisung in die New Zealand Drum & Bass Szene gibt und und mir das ein oder andere Festival fuer die naechsten Monate vorschlaegt.
Dann steht irgendwann ein etwas skurril aussehender Haufen an Musiker auf der Buehne und spielt Folkbalkan Musik die den Raum in Bewegung bringt. Es geht um Musik, Leben und langen Naechten in Jazzkneipen unterstrichen durch den ein oder anderen Brecht Text auf Englisch uebersetzt.
Die zweite Band hebt dann auch den letzte aus seiner Sitzgelegenheit auf und vollzieht mit ihrer Musik einen grandiosen Athmosphaerenbogen und hat eine schoene Mischung an Instrumenten. Klarinette, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Querfloete und Quetsche – mehr als noetig ist fuer grandiose Balkanmusik.

Der Sonntag hat die Zeit verloren und wir liegen Kreutz und Quer auf den Sofas und leben in den Tag hinein. Jeder steht mal auf und uebt sich in der ein oder anderen Aktivitaet. Kaffe machen, Chai kochen, Bibliothek aufraeumen, Plakate malen. Ich geh irgendwann in die Kueche und kochen fuer alle ein grosses Curry.
Der Regen wechselt sich mit der Sonne ab und der Tag verstreicht in der Raumzeit.

Rainbow Warrior

Oktober 10, 2007

Ein kleiner Besuch am Hafen an dem Platz wo fuer gewoehnlich die Rainbow Warrior II  liegt und in den 80er die Rainbow Warriot I von den Franzosen versenkt wurde.

Alles sehr unspektakulaer der Hafen laed nicht wirklich zum langen verweilen ein und ich wander wieder die Huegel entlang der dicht befahrenen Strassen rauf.

harbour

Regenvielfalt

Oktober 10, 2007

hat schon etwas verwunderliches das Wetter auf so einer Insel mitten im Pazifik … mal scheint die Sonne mit voller KRaft und waerme im naechsten Moment huellt eine dunkle Wolkenfront den Himmel in Nebel.

Der Regen faellt auch immer anders , was mich an den Part in Per Anhalter durch die Galaxies erinnert in dem es um die vielen Sorten von Regen geht.

Als hier gab es schon einige der Varianten , besonders der mit den dicken Tropfen die einem auf der Stirn zerklatschen wie Wasserbomben und heute ganz besonders ein zarter Vorhang von weissem Schleier der sich erst ueber die Stadt leg und auch die Spitze des Mt. Eden im Nebel verschwinden laesst und dann zarte Regenschwaden durch die Strassen schweben laesst.

Weich und warm das es fast angenehm ist hindurch zu laufen.

Das aufbrechen der Wolken laesst bestimmt auch nicht mehr lange auf sich warten auch wenn es jetzt dunkel wird. Mal schauen was der naechste morgen bringt.

Inside a space inside

Oktober 10, 2007

zine

In meinem Raum fuehl ich mich so langsam ganz wohl , bischen Farbe an die Waende, eine Matratze, einen Sessel und nen kleinen Tisch mehr brauch ich nicht … ansonsten belager ich oft die Kueche und mach Currys oder verbring die Regenstunden auf dem Sofas im ‘Wohnzimmer’ das gleichzeitig auch Buecherei, Tischtennis-, Computerraum, Fahradwerkstatt und Konzertsaal ist.

aspaceinside

library

anarchistcookbook

Zu den Mitbewohner gibt es viele spannende Geschichten zu erzaehlen aber ein paar kurze worte sollen hier erst mal reichen …NONAME ist fuer ein paar Jahre hier hat fuer Greenpeace schon in Australien gearbeitet und ist hier jetzt Campaign Manager fuer GP, Musiker, Activist … NONAME lebt auch fuer ein paar Jahre hier hat fuer Oxfam gearbeitet und ist Editor fuer Indymedia NZ, NONAME ist eigentlich Neuseelaender und schreibt fuer Indymedia NZ, studiert Geschichte.

Alles was sie an Erfahrung und Lebensfreude mitbringen fliesst ein in das Projekt und laesst den Platz zu einer guten Anlaufstelle werden.

Auckland und das drumherum

Oktober 8, 2007

Aus der Stadt bin ich bisher nicht rausgekommen, das werd ich sobald wie moeglich nachholen auch wenn es nciht grad einfach ist … werd versuchen bald ein Auto zu haben um die Wochenende ein bischen rumzufahren … Irgendwie merk ich aber auch das ich grad nicht in erster Linie fuer Ausfluege hier bin sondern es auch erst mal geniessen kann die vielen Menschen zu treffen, Teil zu haben am Aufbau des Social Centers und damit auch mir einen neuen Raum zu eroeffnen …

Auckland selber ist nicht grade schoen, eigentlich sogar ziemlich haesslich … aber es gibt ein paar sehr schoene parks in dehnen man sich bei Sonne ablegen kann …

Ansonsten hab ich ein bischen die Plattenlaeden erkundet und die ersten Ideen fuer Musikveranstaltungen gesammelt.

Es tut sich was und es ist spannend diesen neuen Raum zu entdecken und mit aufzubauen.

 

A space inside

Oktober 8, 2007

… da bin ich nun gelandet und hab einen Raum gefunden in dem ich glaube eine gute Zeit haben zu koennen in den naechsten Monaten.

A space inside existiert erst seit ein paar Monaten und ist ein Anarchist Social Center das Raum schaffen will fuer Menschen in Auckland und politische Bewegungen in Neuseeland.

Ein Projekt dieser Art ist neu in Auckland und die vielen jungen Leute sind hochmotiviert Aktionen zu machen, Raume zu schaffen, ueber Themen zu redden, neue Struktutren zu etablieren, Kritisch zu hinterfragen …

Das Social Center selber besteht aus einem Raum fuer Treffen und Veranstaltungen, einer Bibliothek mit linken Buechern (Anarchistischen Theorien, Philosophen, Buecher der Politik und Sozuialwissenschaften), einer Tischtennisplatte, einer Fahrradwerkstatt, einem Computerplatz und einem Haufen gutter Menschen. An den Wochenenden sind hin und wieder Konzerte und in der Woche Videoabende, Diskussionsrunden, gemeinsames Kochen …

Ich wohn dort mit fuenf anderen Leuten, ein Kanadier, ein Ire, ein Grieche und zwei Neuseelaender. Etwas los ist dort eingentlich die ganze Zeit, es kommt immer mal jemand vorbei um ein paar kurze Gespraeche zu fuehren oder eine Idee umzusetzten.

Webseite :

http://aspaceinside.googlepages.com/

Anfang bei Greenpeace

Oktober 8, 2007

Als erstes mal ein kleiner Rundgang , ist viel groesser das Office als ich dachte, vielleicht 30 Leute die dort arbeiten + die Teams die im Land unterwegs sind. Ich vergesse gleich wieder alle Namen aber das ist auch nicht verwunderlich.

Dann noch die Halle mit den Sachen fuer die Aktionen, ist der spannendste Ort auch wenn ich wohl nicht viel damit zu tun haben werde.

Die Gesichter in den Bueros sind endlich von der Art wie ich sie noch nicht auf den Strassen gesehen habe und mich aber um so mehr an Bewegung und andere Lebensweise erinnern.

Ein kurzer Blick in das Videoarchiv, 30 Jahre Greenpeace Videos stappeln sich die Wand hoch, fein säuberlich sortiert und beschriftet nach Kampagnen und Themen.

Das meiste davon ist noch nicht digitalisiert und es sieht nach einer sehr Zeitaufwengigen Arbeit aus. Dann das Buero in dem ich wohl arbeiten werde, ist klein und wir sitzen zu fuenft drin, eine weitere Praktikantin aus Muenster faengt gleichzeitig mit mir an und dann sind da noch drei Leute von Greenpeace New Zealand.

Viel mehr ist an dem Tag nicht zu tun da ich erst am naechsten Tag das Meeting habe fuer meine Projektbesprechung. Ich nutze die Zeit um noch ein paar Sachen fuer die Uni zu machen und schau mir den Nachmittag Greenpeace Videos an.

Das Wetter schlaegt schnell um, ploetzlich regnet es wie aus ziemlich heftig und der Sturm peitscht die Pflanzen vorm gegen das Fenster vor mir. Geht immer sehr schnell hier, in einem Moment klarer Sonnenschein und dann Regen und schwarze Wolken.

Irgendwann steht ploetzlich ein Typ neben mir und fragt ‘You are looking for a room?’, cool denke ich das ist der Link auf den ich gewartet habe.

Er fuegt noch etwas Vorwarnend hinzu ‘You have to look, it is a kind of special’ und wir verabreden uns fuer den Abend um die ‘Wohnung’ anzuschauen.

Sonntag

Oktober 5, 2007

Am naechsten Tag stelle ich meine Wohnungssuchbemuehungen ganz ein und entscheide mich dazu abzuwarten was passiert, ich find mein Vertrauen wieder das mit Geduld der richtige Link schon kommen wird.

Stattdessen geniesse ich die Sonne, lasse wieder Curryduft aufsteigen, fange an zu schreiben und mache es mir am regnerrischen Abend im Wohnzimmer gemuetlich. 

Ein bischen Aufregung kommt doch auf als der Morgen naeher rueckt um im Greenpeace Office aufzutauchen.

Mit der Zeit komm ich langsam besser klar, die Zeitumstellung hier auf Sommerzeit ist mir dabei auch noch ein Stueck entgegen gekommen, aus dem Bett falle ich trotz allem um halb sieben und hab genug Zeit um den Morgen zu geniessen ehe ich Richtung Greenpeace laufe.

Zwischenzeit

Oktober 5, 2007

Die ersten Tage verbringe ich in einem kleinen gemuetlichen Bagpacker Hostel direkt am Mt. Eden. So ganz passend fuehle ich mich hier nicht da hier jeder nur vom Reisen durch Neuseeland erzaehlt und ich mit ankommen in Auckland beschaefftigt bin.

Viele Deutsche, ein paar Englaender, Amerikaner, Japaner, Argentinier und ein Suedafrikaner. Geschichten und viel Smalltalk.

Gemuetlich ist das Haus mit schoenem Garten trotz allem.

 

Ich nutze die Tage dort um mit dem Jetlag zurecht zu kommen, die ersten Tage falle ich um acht ins Bett und schlafe erst mal bis ein Uhr Nachts, drehe mich noch mal um und steh um fuenf auf um mir einen Morgenkaffee zu machen.

Jetzt bereuhe ich es meine Espressomaschine vergessen zu haben denn der Kaffe schmeckt nicht wirklich gut und die Cafes um die Ecke haben um die Zeit noch geschlossen. Ich find nen Baecker der mich nur schief anschaut als ich ihn nach Kaffee frage, hol mir ein Fruehstueck und lauf wieder hoch auf den Mt. Eden.

Ein aufregender Blick der Sonnenaufgang ueber Auckland. Jetzt ist hier noch kein Mensch oben und ich sitze auf der grossen Kuhwiese und geniesse die Luft.

 

Den rest des Tages verbringe ich zwischen der Holzbank im Garten und dem Telefon und versuche ein Zimmer zu finden. Ist keine sehr erfolgreiche Taetigkeit und irgendwann geb ich etwas frustriert auf.

Viel zu oft verstehe ich noch nicht mal den Gerpaechspartner an der anderen Seite da der Kiwi Akzent teilweise grauenhaft ist und ich schon ueberlege ob ich mit Englisch wirklich richtig liege.

 

Etwas kochen ist angesagt, da wo ich kochen kann hab ich mich schon immer Zuhause gefuehlt, und ich mache mich auf einen Laden zu finden. Am Anfang dachte ich noch das es schwer wird hier zu ueberleben mit dem Geld das ich habe, da Lebenmittel hier doch viel teurer sind, aber irgendwann bekomme ich den Blick dafuer was hier gerade in die Zeit passt und umso guienstiger ist. Die Einkaufkonditionierung aus Deutschland muss erst mal ueberwunden warden. Salat ist ok, Suesskartoffeln (hab an dich gedacht Hady :-) ), Avokados, Kivis ohne ende, Pilze und alle moeglichen mir groesstenteils unbekannte Kartoffelsorten sind hier guenstig. Dazu alles was mit Erdnuessen zu tun hat auch wenn ich noch nie von Neuseelaendischen Erdnussfelder gehoert habe.

Auf der Strasse essen ist im Vergleich zu Berlin schwer moeglich da doch um einiges teurer, aber das ist kein Ueberraschung.

 

Cooking Mediation bringt mir wieder die Ruhe die ich brauche und nach kurzer Zeit zieht ein Curry Duft durch das Hostel.

Zeitverschiebung

Oktober 2, 2007

Zeitverschiebung:
Im Oktober +11 Stunden.
Anfang November bis Ende März MEZ +12 Stunden

Das ankommen bringt gleich seine ersten Geschichten mit sich … nachdem ich die ersten Atemzuege genossen habe hab ich mich in einen Bus in Richtung Stadt gesetzt der von einem freundlichen Maori gefahren wurde.

Er kennt das Hostel wo ich hin will und will mir bescheid geben wo ich austeigen muss … das ganze entwickelt sich dann zu einer langen Tour quer durch Auckland tief in die Stadt rein und ich kann die ersten Bilder auf mich wirken lassen … irgendwann stell ich mir dann doch die Frage wie weit es wohl noch ist und frag mal nach … er hat mich vergessen versichert mir aber mich auf dem Rueckweg rauszul;assen … ist eine frei Stadtrundfahrt denke ich und lehn mich wieder zurueck.

Auckland ist eine Grossstadt mit Kleinstadtfeeling … aber die Highways und Baustellen fehlen auch hier nicht … und erst mal wirkt alles voll und lebendig …

Auf dem Weg Richtung Flughafen sind wir dann auch wieder und kommen ihm auch nach und nach naeher … auch auf diesem Weg hat mich der nette Busfahrer wieder vergessen und entschuldigt sich ausfuehrlich … er verspricht mich in den naechsten Bus zu setzten und ich nehm es gelassen hin …

Also zweiter versuch vom Flughafen wegzukommen.

Diesmal geht es sehr schnell und nach den 30 Stunden Flug und zwei Stunden Busfahren geniesse ich das ankommen in einem kleinen Hostel, nehm eine Dusche und setzt mich auf eine Holzbank im Vorgarten.

hostel

Lange halt ich es nicht aus still zu sitzen und mach mich dann auch auf den Weg rauf auf den Mt. Eden den hoechsten Punkt in Auckland (Bild siehe Blog Header). Dort oben ist die Luft noch klarer und windiger und es riecht wir in den Alpen inklusive Kuhfladen auf der Wiese. (ja hier gibt es Kuehe mitten in der Stadt).

mteden

Nach der Landung ist es ein kurzer Weg durch den kleinen Flughafen. In den Gängen springen mir Hunden entgegen die auf Spielen aus sind. Ihre Spielpartner haben jedoch Uniformen und suchen nach berauschenden und illegalen Substanzen.

Große Warntafeln weisen immer wieder darauf hin das alle Tierischen und Pflanzlichen Produkte bzw. Gegenstände bei der Biokontrolle angegeben werden müssen sowie von evtl. Kontakt mit Tieren Auskunft gegeben werden soll.

Das ganze dient dem Schutz des Ökosystems auf der Insel, Neuseeland hat schon genug Probleme mit eingeschleppten Tierarten und Pflanzen. Ich fange also an zu überlegen und bekomm gleich ne kleine Liste zusammen. Da hab ich noch Schokolade, Chaitee, eine Bambusflöte, Räucherstäbchen – alles kein Problem. Kommen wir zu meinen Schuhen über die ich noch über Wendländische Kuhwiesen und auch durch den ein oder anderen Kuhfladen gelaufen bin. Da schaut der Mensch in Uniform noch mal genauer hin und schickt mich zur genaueren Biokontrolle. Die Schuhe dürfen so nicht ins Land. Hmm, muss ich jetzt auf Socken laufen, denke ich als der Mensch mit meinen Schuhen verschwindet – nicht wirklich – nach kurzer Zeit taucht er wieder mit meinen Frisch gewaschenen Boots auf und schickt mich zur bis dahin vierten und auch letzten X-Ray Kontrolle meiner Reise.

Raus aus dem Flughafen rein in die Sonne und frische kühle Luft strömt in meine Atemwege. Ich setze mich auf eine Bank und versuche den Geist zu sortieren – aber das wird wohl noch ein paar Tage dauern.

in 30 hours around the world

September 30, 2007

Abflug von Frankfurt/Main am frühen Mittwoch Abend (26.09) – eine schwarze Gewitterwolke zieht zum Abschied auf und hült den Flughafen in dichte Regenschwaden.

Dem Flugverkehr scheint das wenig anzuhaben und nach kurzer Zeit haben wir auch die Wolkendecke durchbrochen und Beschäftigung für den 11 Stundenflug nach Seoul ist angesagt.

Draußen gibt es nicht viel zu sehen zuviele Wolken auch auf dieser Höhe und mittlerweil ist es sehr dunkel. Verteib mir die zeit mit Musikhören, Lesen und Filmen in dem Sitzeigenen Boardcomputer. Am spannendsten an dem Computer find ich die Satellitenverfolgung der Flugroute.

Irgendwann klärt sich der Blick da draußen und ein Stundenlanger Flug über Rußland setzt ein, mir wird deutlich bewussr wie rießig dieses Land ist . es dauert ewig bis auf der Karte wieder eine andere Grenze auftaucht. Die Nacht bleibt kurz da wir Richtung Sonnenaufgang fliegen. Ein unglaubliches Sternenmeer ergießt sich über mir , der Mond hat seine ganze Fülle erreicht und beleuchtet die Wolkendecke unten.

Über der Mongolei setzen die Farben der Morgensonne ein und malen bunte Streifen an den Horizont. Im Flieger schläft der größte Teil, ich schau raus und lass die Gedanken in der weite verschwinden.

Nach einem bunten Farbenspiel malt die Sonne alles in weiß.

Die Mongolei bildet bizarre Strukturen am Boden unten, Graslandschaften und braune Gebirge … China ist weitestgehen wieder unter einer Wolkendecke versteckt und nach einem kurzen Flug über dem Meer taucht Südkorea mit seinem Inselflughafen Incheton auf wo ich die nächsten Stunden verbringen.

Wenig zu berichten von diesem Ort, draußen grau und Regen, drinnen grau und müde … probiere mich im schlafen auf einem Sofa das wie aus Alt-Ostberliner Zeiten aussieht und versuch die Stunden hinter mich zu bekommen. Essen war ein Versuch – ich probier mich an einem Koreanischen Gemüsesushi das voller Fleisch und undefninierbaren bunten Sachen ist. Bekomm das nicht so richtig runter und versuch mich wieder im Schlafen.

Auch hier baut sich wieder eine schwarze Wolkenfront vor dem Abflug auf. Schnell geht es in die Nacht und auch wieder ins Sternen- und Wolkenmeer. Der Mond ist diesmal auf meiner Fensterseite zu finden und strahlt nioch heller über das weiße Meer unter mir.

Ein Stern nach dem anderen blitz auf und legt einen dichten Teppich funkelnder Steine an den schwarzen Himmel. Der zweite Morgen aus dieser Höhe bietet ein noch größeres Farbenspiel das sich erst durch einen großen mir unbekannten Stern am Horizont ankündigt und nach und nach einen immer breiter werdenden Regenbogen aus Farben unter sich ausbreitet.

sunrise

Ich schau mir das Morgenprogramm in der Weite über Stunden an und lasse den Süden langsam näher kommen. Weiter Pazifik und Wolkenmeer wechseln sich ab und irgendwann taucht die Nordinsel von Aotearoa aus dem glatten Meer auf.

clouds

Ein Drehung über der Stadt und Landeanflug auf dem kleinen Flughafen Aucklands.

Aotearoa

September 30, 2007

Angekommen in Aotearoa (Neuseeland in Maori) und ich lass mir noch mal die letzten Tage durch den Kopf gehen. Hab ja schon eine Weile keine Wohnung mehr und es sehr genossen zwischen den Orten hin und her zu pendeln. Berlin – Wendland und hier wie da an verschiedenen Plätzen.